Serbien entwickelt sich zum neuen Fintech-Zentrum Südosteuropas
16.8.2026
Das renommierte britische Fachportal The Fintech Times veröffentlichte eine Analyse, in der Serbien und insbesondere Belgrad als potenzieller neuer Fintech-Hub Südosteuropas identifiziert werden. In dem Artikel wird die Entwicklung des serbischen Technologiesektors, das Wachstum der Exporte von IKT-Dienstleistungen und die zunehmend wichtige Rolle heimischer Unternehmen auf dem internationalen Markt analysiert. Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Analyse ist die Prognose, dass das serbische BIP pro Einwohner*in in diesem Jahr rund 15.000 US-Dollar erreichen wird. Der Autor führt dies auf kontinuierliches Wirtschaftswachstum und gestiegene Investitionen im vergangenen Jahrzehnt zurück. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Informations- und Kommunikationssektor, der zu den am schnellsten wachsenden Exportbranchen Serbiens zählt. Nach Angaben von The Fintech Times belaufen sich die jährlichen Exporte von IKT-Dienstleistungen auf mehrere Milliarden US-Dollar. Der Sektor gewinnt damit als Devisenbringer zunehmend an Bedeutung und kann hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Relevanz bereits mit traditionellen Branchen mithalten. In der Analyse wird festgestellt, dass sich Serbien zunehmend als Land positioniert, das über eine gut ausgebaute Basis an Ingenieur*innen, Programmierer*innen und Technologieunternehmen verfügt, die Produkte für den internationalen Markt entwickeln können. Außerdem wird der Charakter des serbischen Fintech-Ökosystems hervorgehoben. Im Gegensatz zu Märkten, in denen Technologieunternehmen im Finanzsektor hauptsächlich auf lokale Bedürfnisse ausgerichtet sind, konzentrieren sich einige serbische Unternehmen von Anfang an auf Kund*innen und Märkte außerhalb des Landes.