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Prag / Tschechien

Verschärfte Sicherheitsauflagen bei der Prague Pride

Die diesjährige Prague Pride wird von deutlich verstärkten Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Die Polizei reagiert damit auf den jüngsten Angriff bei einer vergleichbaren Veranstaltung in Berlin, bei dem ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden. Das Prager Festival begann am Montag und erreicht am Samstag, dem 8. August, mit dem traditionellen Regenbogenumzug seinen Höhepunkt. Mehrere Hundert Polizist*innen werden den Umzug absichern. Im Einsatz sind unter anderem Einheiten der Ordnungs- und Verkehrspolizei, Kriminalbeamt*innen, eine spezielle Bereitschaftseinheit sowie Antikonfliktteams. Auch weitere Bestandteile des Rettungssystems, die Stadtverwaltung und die Prager Verkehrsbetriebe sind in die Sicherheitsmaßnahmen eingebunden. Zusätzlich kommen berittene Polizist*innen, die Wasserschutzpolizei und ein Hubschrauber zum Einsatz. Bereits seit Montag überwacht die Polizei zudem die begleitenden Festivalveranstaltungen verstärkt. Der diesjährige Pride Park wird vom Letná-Park auf die Insel Štvanice verlegt. Dadurch ändert sich auch die Route des Umzugs, der vom unteren Teil des Wenzelsplatzes durch das historische Zentrum bis nach Štvanice führt. Wegen des Umzugs müssen Einwohner*innen und Besucher*innen mit erheblichen Verkehrseinschränkungen rechnen. Das Prager Stadtzentrum wird am Samstag voraussichtlich zwischen zwölf und 17 Uhr abschnittsweise für den Autoverkehr gesperrt.

Zagreb / Kroatien

Sanierung der Pelješac-Brücke in Kroatien startet im Herbst

Im Oktober beginnt die Sanierung kleinerer Mängel sowie aller sechs Betonpfeiler der Pelješac-Brücke, die den Süden Kroatiens seit vier Jahren mit dem Rest des Landes verbindet. An der Brücke wurden keine strukturellen Schäden festgestellt, und es besteht keinerlei Gefahr für die Stabilität oder die Verkehrssicherheit. Die Arbeiten sollen bis zum Beginn der nächsten Tourismussaison, also bis Juni, abgeschlossen sein. Falls dies nicht gelingt, werden sie im Herbst des kommenden Jahres fortgesetzt. Während der Sanierungsarbeiten bleibt die Brücke für den Verkehr geöffnet. An der Brücke wurden Risse in der obersten Betonschicht festgestellt, vor allem an den Pfeilern. Diese haben sich ausgeweitet, in einigen Bereichen sind Feuchtigkeit und Wasser eingedrungen. Die Sanierung ist notwendig, da andernfalls Wasser und Salz mit der Zeit bis zur Armierung der Pfeiler vordringen könnten. Dies würde zu Korrosion führen und zudem die Gefahr bergen, dass Betonteile auf die Fahrbahn stürzen. Es handelt sich um Schäden, die bei einem solchen Infrastrukturprojekt nicht ungewöhnlich sind. Die Sanierungsarbeiten wird das Unternehmen "China Road and Bridge Corporation" durchführen, welches die Brücke auch gebaut hat, da die zehnjährige Gewährleistung für die Beseitigung von Baumängeln weiterhin gilt. Der Gesamtwert aller Arbeiten wird inoffiziell auf fünf bis sechs Millionen Euro geschätzt.

Prag / Tschechien

Handyverbot an tschechischen Schulen einstimmig beschlossen

Die tschechische Regierung hat einstimmig eine befürwortende Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf für ein Handyverbot an Schulen verabschiedet. Der Vorschlag wurde von Premierminister Andrej Babiš (ANO – JA) und Bildungsminister Robert Plaga (ANO – JA) eingebracht. Das Verbot soll für Grundschulen, Kindergärten sowie die Unterstufen mehrjähriger Gymnasien gelten. Nach dem Entwurf müssten die Schulen die Nutzung von Mobiltelefonen während des gesamten Aufenthalts der Kinder in der Schule untersagen. Betroffen wären damit nicht nur Unterrichtsstunden, sondern auch Pausen, Schulkantinen und Nachmittagsbetreuung. Ausnahmen soll es geben, wenn Mobiltelefone im Unterricht ausdrücklich von Lehrkräften eingesetzt werden. Eine Nutzung aus gesundheitlichen Gründen oder im Zusammenhang mit besonderen Bildungsbedürfnissen einzelner Schüler*innen soll erlaubt bleiben. Ziel des Entwurfs ist es, eine einheitliche gesetzliche Regelung für alle betroffenen Schulen zu schaffen. Der Vorschlag wurde nicht im üblichen Verfahren behandelt, weshalb sich die Schulen bislang nicht offiziell dazu äußern konnten. Das Bildungsministerium begründet dieses Vorgehen mit dem Wunsch, das Gesetzgebungsverfahren zu beschleunigen. Kritik kommt unter anderem vom Kinderombudsmann, der eine gesetzliche Regelung für überflüssig hält. Schulleitungen hätten bereits heute über Möglichkeiten, die Handynutzung per Schulordnungen einzuschränken oder Geräte vorübergehend einzuziehen. Nach Angaben des Ministeriums ist die Nutzung von Mobiltelefonen schon jetzt an 93 Prozent der Schulen in der Schulordnung geregelt. Das allgemeine Verbot könnte am 1. September 2027 in Kraft treten. ​