Personenschutz für Linken-Politikerin Elif Eralp in Berlin
30.10.2026
Die Spitzenpolitikerin der Berliner Linken, Elif Eralp, zeigte sich vor dem Landesparteitag am 31. Oktober zuversichtlich, dass ihre Partei mit großer Mehrheit für Koalitionsverhandlungen mit Bündnis 90/Die Grünen und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) stimmen werde. Mit Blick auf die Debatte um ihre Äußerungen zu einem bekannten Palästina-Aktivisten erklärte sie, sie fühle sich zwar nicht persönlich bedroht, sehe sich jedoch mit Hass, Beleidigungen und Angriffen konfrontiert. Deshalb habe sie die Empfehlung angenommen, beim Parteitag Personenschutz in Anspruch zu nehmen. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel interne Anmerkungen Eralps veröffentlicht, in denen sie Sorge um die Sicherheit ihrer Familie geäußert hatte. Die Veröffentlichung löste eine Debatte über den Umgang der Linken mit Antisemitismus und möglichen Verbindungen ins islamistische Milieu aus. Eralp betonte, sie werde sich nicht einschüchtern lassen und im Falle einer Regierungsübernahme konsequent gegen Gewalt, organisierte Kriminalität und Terror vorgehen.