Offene Datenschutzfragen bei digitalen Parktickets in Berlin
24.10.2026
Rund 68 Prozent der Parktickets in Berlin wurden 2025 digital gelöst, 2020 waren es noch weniger als 40 Prozent. Anders als München, das über eine eigene eigenen Park-App verfügt, setzt Berlin auf einen freien Markt mit sechs privaten Anbieter*innen. Marktführer EasyPark dominiert dabei das Angebot, erhebt jedoch zusätzliche Servicegebühren von mindestens 55 Cent pro Parkvorgang. Senat und Bezirke sehen Vorteile für Autofahrer*innen, eine eigene städtische App scheitert bislang an fehlendem Personal und Geld. Mobilitätsforscher*innen warnen jedoch davor, die wertvollen Daten zur Parkraumnutzung ausschließlich privaten Unternehmen zu überlassen. Eine öffentliche Datenplattform könnte der Stadt langfristig mehr Kontrolle ermöglichen, ohne den Wettbewerb zwischen den App-Anbieter*innen einzuschränken.