Neue Strategie für Thermalbäder nach Wiener Vorbild in Sofia
16.9.2026
Die Stadt Sofia hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die bis 2027 ein langfristiges Konzept für die Nutzung und Verwaltung der Mineralwasserquellen und historischen Thermalbäder der bulgarischen Hauptstadt entwickeln soll. Ziel sei, die Quellen und Anlagen als gemeinsamen städtischen Ressourcenbestand zu betrachten und deren nachhaltige wirtschaftliche Nutzung sicherzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Erfahrungsaustausch mit Wien und Budapest, die als erfolgreiche europäische Beispiele für das Management von Mineralwasserressourcen und Thermalbädern gelten. Die Arbeitsgruppe will untersuchen, wie dort die Quellen bewirtschaftet werden, welche Betreiberstrukturen zum Einsatz kommen und welche rechtlichen Rahmenbedingungen den Betrieb regeln. Die Stadtverwaltung plant, erfolgreiche Modelle aus beiden Hauptstädten auf ihre Übertragbarkeit auf Sofia zu prüfen. Dabei sollen auch wirtschaftliche Potenziale, etwa für Kur-, Wellness- und Geothermieangebote, bewertet werden. Auf Grundlage der Analysen soll eine Entwicklungsstrategie für den Zeitraum 2027 bis 2035 entstehen, die konkrete Maßnahmen für die Zukunft der Sofiaer Mineralbäder festlegt.