Bulgarien führt Sondermaßnahmen für Schifffahrt im Schwarzen Meer ein
31.10.2026
Nach einer Reihe von Angriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer führen die bulgarischen Seefahrtsbehörden per außerordentlicher Navigationsmeldung strenge Notfallregeln für alle Schiffe in ihren Hoheitsgewässern ein. Schiffskapitäne müssen ab sofort zwei Stunden vor dem Einfahren in die bulgarische Wirtschaftszone einen spezialisierten Bericht übermitteln. Dieser muss den Schiffsnamen, die IMO-Nummer, die Flagge, die genauen Grenzübergangskoordinaten, die voraussichtliche Ankunftszeit sowie den letzten und nächsten Hafen beinhalten. Zudem besteht eine strikte Deklarationspflicht für gefährliche Güter, die die Bevölkerung oder das Meer gefährden, sowie für die Anzahl der Personen an Bord, die Treibstoffmengen, technische Mängel und die Kontaktdaten des Schiffsmanagers. Ferner hat der Ministerrat die Teilnahme Bulgariens an einer internationalen Initiative gebilligt, die auf den Ausbau von Luftverteidigungsfähigkeiten gegen tieffliegende Bedrohungen aus der Luft abzielt. Die Zusammenarbeit soll eine effektivere Entwicklung und Umsetzung von Abwehrmaßnahmen gegen Drohnen ermöglichen. Die Regierung beschloss außerdem, dass Bulgarien einem Abkommen zwischen Frankreich und Dänemark über die gemeinsame Beschaffung von Flugabwehrraketen für die Seestreitkräfte beitritt. Das Projekt wird über das Finanzierungsinstrument SAFE finanziert und sieht die Lieferung von 32 Flugabwehrraketen für das Luftverteidigungssystem der Mehrzweck-Patrouillenschiffe der bulgarischen Seestreitkräfte vor.