Bis Ende März 2026 ist in Krakau wieder ein Streetbus unterwegs. Wie jedes Jahr im Winter bietet er bedürftigen Menschen nicht nur Schutz vor Kälte und eine beheizte Aufenthaltsmöglichkeit, sondern auch eine Mahlzeit sowie heiße Getränke. Dabei handelt es sich um einen speziell ausgestatteten Bus, in dem von Obdachlosigkeit betroffene Personen Soforthilfe erhalten können. Der Streetbus verkehrt täglich zwischen 19 und 22 Uhr. Entlang der Route gibt es drei Haltestellen, an denen der Bus jeweils rund 30 Minuten hält. Während dieser Aufenthalte verteilen die Betreuer*innen Sandwiches, Tee, Kaffee, Kleidung, Thermoskannen und Decken. Zudem informieren sie über Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für hilfsbedürftige Menschen in Krakau.
Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), hat am 16. Jänner 2026 eine Arbeitsgruppe für die Vorbereitungen des U‑Bahn‑Baus eingesetzt. Geleitet wird das Projektteam vom ersten stellvertretenden Bürgermeister Stanisław Mazur (parteilos). Mit der Einsetzung des Teams beginnt eine neue Phase der Arbeiten an der größten Investition in der Geschichte der Stadt. Das Projektteam koordiniert die Aktivitäten mehrerer Abteilungen und städtischer Einrichtungen. Ziel ist es, Krakau organisatorisch, dokumentarisch und finanziell auf den U‑Bahn‑Bau vorzubereiten. Miszalski erklärte, der U‑Bahn‑Bau sei kein Projekt einer ei nzelnen Abteilung oder Einheit, sondern betreffe zahlreiche Bereiche – vom Verkehr und öffentlichen Raum über Umwelt- und Denkmalschutz bis hin zu Finanzen und Sicherheit der Einwohner*innen. Nach einer Phase der Vorbereitungen in kleineren Teams sei nun eine breitere Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung notwendig. An den Arbeiten beteiligen sich Vertreter*innen mehrerer Abteilungen und städtischer Einrichtungen, darunter die Städtische Einrichtung für Investitionen, die Städtische Einrichtung für den öffentlichen Verkehr, die Städtische Einrichtung für Verkehrsstraßen, die Städtische Einrichtung für Grünflächen sowie das Büro des Stadtarchitekten.
Ab dem 31. Jänner 2026 treten in Krakau neue Regeln für die Nutzung der gebührenpflichtigen Parkzone in Kraft. Die Änderungen betreffen vor allem die Zeiten, in denen Autofahrer*innen Parkgebühren entrichten müssen. Künftig ist das Parken grundsätzlich von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 22 Uhr kostenpflichtig. Bisher waren sonntags keine Gebühren zu zahlen, zudem galt die Gebührenpflicht nur bis 20 Uhr. Die Stadt begründet die Neuerung damit, dass die Aktivitäten im Stadtzentrum nicht mit dem Ende der Arbeitswoche enden. Viele Menschen besuchen auch sonntags Restaurants, kulturelle Einrichtungen oder Dienstleistungsbetriebe, wodurch die Parkplätze ganztägig belegt sind. Die Preise pro Parkstunde bleiben unverändert. Ziel der Reform sei keine Erhöhung der Grundtarife, sondern eine bessere Fahrzeugrotation, betont die Stadtverwaltung.
Das Verwaltungsgericht der Woiwodschaft entschied, dass die Beschwerden gegen die Einrichtung der nachhaltigen Verkehrszone in Krakau größtenteils unbegründet sind. Am 14. Jänner 2026 gab das Gericht der Klage des Woiwoden von Kleinpolen in einzelnen Punkten statt und erklärte bestimmte Bestimmungen zur nachhaltigen Verkehrszone für ungültig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Woiwode war unter anderem der Ansicht, dass die nachhaltige Verkehrszone gegen die Grundsätze der Gleichheit und der Verhältnismäßigkeit verstößt. Zudem äußerte er Zweifel an der Rechtmäßigkeit, mehr als 60 Prozent der Gemeindefläche in die Zone einzubeziehen. Das Gericht befand es für unangemessen, die Berechtigung zur Einfahrt in die nachhaltige Verkehrszone anhand der Meldeadresse zu differenzieren, da diese administrativer Natur sei und nicht als maßgeblicher Indikator für eine tatsächliche Verbindung zur Stadt gelten könne. Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), erklärte, das Verwaltungsgericht habe mit seiner Entscheidung den Schutz der Gesundheit und des Lebens der Einwohner*innen sowie der Besucher*innen der Stadt in den Vordergrund gestellt. Umweltaktivist*innen bewerteten die Entscheidung positiv. Es handle sich um gute Nachrichten für alle Einwohner*innen, denen ihre eigene Gesundheit und die ihrer Angehörigen am Herzen liege.
In den kommenden Monaten werden über 11.000 moderne Computergeräte an Schüler*innen in 207 Krakauer Schulen verteilt. Laptops, so genannte Browser-Laptops und Tablets werden im Rahmen eines Regierungsprojekts zur Förderung der Digitalisierung von Schulen bereitgestellt. Die Auswahl der Schulen, die diese Unterstützung erhalten, basiert auf einer gründlichen Umfrage, in der unter anderem der Grad der Ausstattung mit Geräten, die nicht älter als fünf Jahre sind, überprüft wurde. Landesweit sollen insgesamt 735.000 Geräte verteilt werden, davon 55 Prozent Laptops, 30 Prozent Tablets und 15 Prozent Browser-Laptops. Die Geräte sind Eigentum der Schulen und werden von den Schüler*innen während des Unterrichts in der Einrichtung genutzt, können aber auch für den Fernunterricht ausgeliehen werden.
Der ehemalige polnische Justizminister Zbigniew Ziobro (PiS – Recht und Gerechtigkeit) hat in Ungarn internationalen Schutz und politisches Asyl erhalten. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó (Fidesz – Ungarischer Bürgerbund) erklärte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stünden in Polen unter Druck – viele Menschen seien politischer Verfolgung ausgesetzt. Ziobro zählt zu den Verdächtigen in der Untersuchung der Staatsanwaltschaft in der Causa Justizfonds. Er argumentiert, dass das gegen ihn geführte Verfahren den Charakter politischer Repression aufweise. Über Wochen hinweg hatten Ziobro und sein engstes Umfeld Berichte über ein Asylgesuch in Ungarn konsequent bestritten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm insgesamt 26 Straftaten vor. Am 7. November 2025 hob der polnische Sejm die Immunität des ehemaligen Justizministers auf und stimmte seiner Festnahme sowie Inhaftierung zu.
Bei einem Treffen mit dem Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), am 12. Jänner 2026, erklärte der polnische Vizepremierminister und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (PSL – Polnische Bauernpartei), seine Unterstützung für den Bau der ersten U-Bahn-Linie in Krakau. Der Vizepremierminister betonte, Krakau verdiene als zweitgrößte Stadt des Landes eine eigene U-Bahn. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Ausmaß der Investition die finanziellen Möglichkeiten der lokalen Selbstverwaltung übersteige, sie in kurzer Zeit eigenständig umzusetzen, weshalb besondere systemische Lösungen erforderlich seien. Der Bürgermeister vor Krakau erklärte nach dem Treffen, die U-Bahn sei die wichtigste Investition und eine zentrale Antwort auf die wachsenden Verkehrsbedürfnisse der Stadt.
Am Samstag, dem 11. Jänner 2026, fanden in Krakau zwei Proteste gegen die nachhaltige Verkehrszone statt, an denen mehrere hundert Menschen teilnahmen. Unter den Demonstrierenden befanden sich sowohl Einwohner*innen benachbarter Gemeinden, die sich seit dem 1. Jänner mit nicht normgerechten Fahrzeugen nicht mehr frei in der Stadt bewegen dürfen, als auch Krakauer*innen. Während der Kundgebungen wurden Unterschriften für eine Sammelklage gegen den Beschluss zur nachhaltigen Verkehrszone beim Verwaltungsgericht der Woiwodschaft gesammelt. Hinter der Organisation der Proteste standen nationale Kreise sowie Bürger*inneninitiativen. Einige Teilnehmer*innen forderten zudem ein Referendum zur Abberufung des Bürgermeisters von Krakau.
Dank der Einführung der Quantenschlüsselverteilungstechnologie (QKD) durch das Akademische Rechenzentrum Cyfronet der AGH-Universität in Krakau ist die Stadtverwaltung Krakau die erste Institution, die auf diese Weise mit einem Rechenzentrum verbunden ist. Die QKD nutzt die Gesetze der Quantenmechanik zur Erzeugung und Übertragung von Verschlüsselungsschlüsseln. Die QKD-Technologie zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Versuch, die Übertragung abzufangen, automatisch den Schlüssel zerstört und einen Alarm auslöst. Die Schlüssel werden in Echtzeit generiert, wodurch das Risiko ihrer Speicherung ausgeschlossen und ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet wird. Fachleute betonen, dass die quantenbasierte Schlüsselverteilung als praktisch unknackbar gilt, da sie auf den Gesetzen der Physik und nicht auf mathematischen Sicherheitsmechanismen beruht. Der Krakauer Magistrat hebt hervor, dass es sich um einen bahnbrechenden Schritt handelt, der eine neue Ära sicherer Kommunikation einleitet und die Rolle Krakaus als Stadt stärkt, die auf modernste Lösungen im Bereich der Cybersicherheit setzt.
Noch im Dezember 2025 wurden die Arbeiten im Zusammenhang mit der ersten Phase der Begrünung des Wolnica-Platzes, dem Herzstück von Krakaus Stadtteil Kazimierz, abgeschlossen. Die größten Veränderungen betrafen den Bereich direkt vor dem Ethnografischen Museum in Krakau. Der Raum, der über Jahre hinweg von einer befestigten Oberfläche dominiert war, begann dadurch seinen Charakter zu verändern. Damit wurde der erste Schritt einer langfristig angelegten Revitalisierung eines der bekanntesten Plätze in diesem Teil der Stadt gesetzt. Vor dem Ethnografischen Museum entstand ein neues Beet, das diesen Bereich des Platzes dauerhaft begrünt. Entlang des Beetes wurden zudem Bänke aufgestellt, die einen Ort schaffen, der zum Ausruhen und Verweilen im Zentrum von Kazimierz einlädt. Die umgesetzten Maßnahmen sind das Ergebnis des Projekts "Mehr Grün auf dem Wolnica-Platz!", das in der 11. Ausgabe des Bürger*innenbeteiligungsbudgets die Unterstützung der Einwohner*innen erhielt. Der Umfang der Arbeiten wurde an die verfügbaren finanziellen Mittel angepasst, stellt jedoch einen ersten Schritt in einem umfassenderen Umgestaltungsprozess dieses Raums dar. Die Fortsetzung der Begrünung des Wolnica-Platzes ist für die kommenden Jahre geplant.
A b dem 12. Jänner 2026 wird es in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Krakau leiser. Neue Vorschriften treten in Kraft, die den Komfort der Fahrgäste verbessern sollen. In Bussen und Straßenbahnen wird es künftig unter anderem verboten sein, Musikinstrumente zu spielen sowie Radios und Mobiltelefone mit Freisprecheinrichtungen zu benutzen. Die Änderungen der Vorschriften für die Beförderung von Personen und Gepäck wurden während der Sitzung des Krakauer Gemeinderats am 17. Dezember 2025 beschlossen. Die neuen Regelungen sind das Ergebnis einer Petition eines Krakauer Bewohners, der eine genauere Festlegung jener elektronischen Geräte forderte, deren Nutzung in Bussen und Straßenbahnen untersagt ist.
Zum 16. Mal zog am 6. Jänner 2026 der Dreikönigsumzug durch die Straßen von Krakau und versammelte auch heuer zahlreiche Teilnehmer*innen. Im Rahmen des Festes bewegten sich aus drei verschiedenen Richtungen farbenfrohe Prozessionen durch die Stadt, die am Krakauer Hauptmarkt zusammenkamen, um dort gemeinsam zu feiern. An der Spitze jeder Prozession stand jeweils einer der drei Weisen. Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), der sich einer der Prozessionen anschloss, hob auf dem Hauptmarkt die Schönheit dieser Tradition hervor und überbrachte den Einwohner*innen Krakaus seine Neujahrswünsche. Die bunten Umzüge sind besonders bei Familien beliebt und ziehen Jahr für Jahr zahlreiche Teilnehmer*innen und Zuschauer*innen an. Begleitet wurde das Fest auch von einer karitativen Sammlung zugunsten von Menschen in Wohnungsnot.
Seit einigen Tagen werden in Krakau Verkehrsschilder entfernt oder beschädigt, die auf die Einfahrt in die nachhaltige Verkehrszone hinweisen. Nach Angaben der Städtischen Einrichtung für Straßenverwaltung (ZDMK) wurden seit dem 1. Jänner 2026 rund 20 Schilder an 14 Standorten im gesamten Stadtgebiet gestohlen oder zerstört. Bislang ist nicht bekannt, wer für die Vorfälle verantwortlich ist. Die nachhaltige Verkehrszone in Krakau trat am 1. Jänner 2026 in Kraft. Die neuen Vorschriften betreffen den Großteil des Stadtgebiets und wirken sich insbesondere auf Besitzer*innen älterer Fahrzeuge aus. Gemäß dem Beschluss, der im Juni 2025 vom Krakauer Gemeinderat verabschiedet wurde, ist die Einfahrt in die Stadt Krakau mit Fahrzeugen, die die vorgeschriebenen Normen nicht erfüllen, gebührenpflichtig. Die monatliche Gebühr beträgt derzeit 24 Euro. Eine Stunde Fahrt durch die Stadt kostet 0,60 Euro, ein ganzer Tag 1,20 Euro. In den ersten Jännertagen wurden rund 17.000 Monatskarten für die Einfahrt in die Zone sowie 30.000 Stundenkarten verkauft. Insgesamt flossen bislang 428.500 Euro in die Stadtkasse.
Der Woiwode von Kleinpolen legt beim Verwaltungsgericht Berufung gegen den Beschluss zum Verbot von Feuerwerkskörpern in Krakau ein. Er äußert Zweifel an den Auswirkungen des Beschlusses auf die unternehmerische Freiheit sowie an der praktischen Umsetzbarkeit und Kontrolle des Verbots. Der Krakauer Gemeinderat beschloss im November 2025 mit dem Ziel, Lärm sowie Umwelt- und Tierbelastungen zu reduzieren, ein ganzjähriges Verbot des Abbrennens von Feuerwerks- und Knallkörpern sowie anderer pyrotechnischer Materialien im gesamten Stadtgebiet. Dieses Verbot gilt nicht für die bevorstehende Silvesternacht.
Am Sonntag, dem 21. Dezember 2025, findet auf dem Krakauer Hauptmarkt die traditionelle Weihnachtsfeier für Obdachlose und Bedürftige statt, die bereits zum 29. Mal vom Krakauer Gastronomen Jan Kościuszko organisiert wird. Es handelt sich um den größten Weihnachtsfesttisch in Polen, bei dem Bedürftige warme Mahlzeiten und Weihnachtspakete erhalten. Es werden rund 25.000 Gerichte ausgegeben, darunter Borschtsch, Piroggen, Bigos und Karpfen. Es gibt stets ausreichend zu essen, und die übrigen Speisen werden an die Küche der Stiftung "Heiliger Albert" weitergegeben. Neben einer warmen Mahlzeit erhalten Bedürftige während der Weihnachtsfeier auf dem Hauptmarkt auch Weihnachtspakete mit Lebensmitteln. Im vergangenen Jahr wurden rund 20.000 Pakete ausgegeben.
In der Nähe des Krakauer Wasserkraftwerks Przewóz wurde das wartungsarme Stromspeichersystem BESS Przewóz mit einer Leistung von vier Megawatt und einer Kapazität von 16 Megawattstunden in Betrieb genommen. BESS Przewóz ist ein modulares Speichersystem und besteht aus sechs Containern, darunter vier Batteriecontainer. Der Speicher lädt Energie aus dem Netz und speist sie bei Bedarf wieder ein. Laut dem Energieunternehmen Tauron Polska Energia ist dies ein Schritt zur Stabilisierung der Preise für Energie aus erneuerbaren Quellen sowie zur Verbesserung der Energiesicherheit der Stadt. Energiespeicher gelten nach Einschätzung des Unternehmens als unverzichtbar für das nationale Energiesystem, insbesondere angesichts der zuletzt starken Preisschwankungen. Sie verringern zudem das Risiko von Stromengpässen und erhöhen die Widerstandsfähigkeit des Systems gegenüber Störungen. Tauron Polska Energia betont zudem, dass das Unternehmen bis 2030 in ganz Polen Energiespeicher mit einer Gesamtkapazität von mindestens 700 Megawatt in Betrieb nehmen will.
Am 12. Dezember 2025 werden die Einwohner*innen Krakaus auf der Wiese neben der Design-Apotheke im ehemaligen Spitalsviertel Wesoła Zeug*innen der Eröffnung des "Parks der inexistenten Skulpturen", dem allerersten öffentlichen Raum in Polen, der auf so umfassende Weise die Realität mit technologiebasierten digitalen Arbeiten verbindet. Dies stellt eines der wichtigsten Ereignisse der 2. Interdisziplinären Biennale für Kunst und Zukunftstechnologie "Kultura Futura e-Polis" dar. An der Eröffnung des "Parks der inexistenten Skulpturen" werden der Krakauer Bürgermeister Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition) und der Krakauer Künstler Alek Janicki, der Initiator des Projekts, teilnehmen. Beide laden die Einwohner*innen zu einer einzigartigen Reise ein – vom realen Raum Wesoła in die Welt der erweiterten Realität, wo Kunst in alternativen Dimensionen Gestalt annimmt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine spektakuläre Performance mit Musik, Großbildprojektionen und Spezialeffekten. Die Eröffnung des Parks soll zum symbolischen Beginn der Veränderungen des Stadtviertels Wesoła werden. "Wesoła Eröffnung" ist ein Akt, der eine neue Phase der Umgestaltung von Wesoła als Stadtteil ankündigt, der von Einwohner*innen, Künstler*innen, städtischen Aktivist*innen, Akademiker*innen und Kulturinstitutionen gemeinsam gestaltet wird.
Die Jagiellonen-Universität in Krakau organisiert bereits zum vierten Mal den Umweltkongress E-Know, der sich an alle richtet, die sich für die Zukunft der Erde interessieren, insbesondere an Schüler*innen höherer Schulen in Krakau. Die Veranstaltung findet am 3. Dezember 2025 im Auditorium Maximum der Jagiellonen-Universität statt. Die diesjährige Ausgabe des Kongresses befasst sich nicht nur mit dem Thema Klimawandel, sondern auch mit dem Bereich Fast Fashion, mit Schwerpunkt auf nachhaltiger Mode und einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Konsum von Kleidung. Auf dem Programm stehen unter anderem der Krakauer Klimawissenstest, Vorträge, thematische Podiumsdiskussionen und eine Modenschau. Während der Veranstaltung werden außerdem Spiele und Workshops angeboten, die auf anschauliche und spannende Weise zentrale klimabezogene Themen vermitteln sollen. Der Umweltkongress E-Know ist als populärwissenschaftliche Veranstaltung konzipiert und wird regelmäßig von der Jagiellonen-Universität organisiert, deren Gemeinschaft aktiv auf die Herausforderungen des Klimawandels reagiert.
Der Wettbewerb für die Modernisierung und die Entwicklung des architektonischen Konzepts des Bagatela-Theaters in Krakau wurde vor Kurzem entschieden. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung der lang erwarteten Umgestaltung dieses bedeutenden Ortes auf der kulturellen Landkarte Krakaus. Die Wettbewerbsbedingungen erforderten nicht nur die Modernisierung des Gebäudes, sondern auch eine stärkere Öffnung des Bagatela-Theaters zur Stadt hin. Ziel war es, eine optimale Raumaufteilung zu finden, die den heutigen Anforderungen eines Theaters entspricht und es ermöglicht, das untere Foyer in den öffentlichen Raum zu integrieren und seine bisherige Funktion neu zu definieren. Nun beginnt eine Phase detaillierter Gespräche und Abstimmungen, die bis Mitte 2026 dauern wird. Anschließend folgen die Konsultationen mit dem Denkmalschutzbeauftragten der Woiwodschaft Kleinpolen sowie die Verfahren zur Erlangung der Baugenehmigung. Wenn alles nach Plan verläuft, wird das renovierte Bagatela-Theater im Jahr 2029 eröffnet, zum 110-jährigen Jubiläum des Hauses. Die Kosten für die Modernisierung werden auf etwa 11,76 Millionen Euro geschätzt. Das Bagatela-Theater gehört zu den bedeutenden Bühnen Krakaus und ist seit 106 Jahren ein fester Bestandteil der kulturellen Landschaft der Stadt.
Die Stadt Krakau ist vor Kurzem Eigentümerin von knapp fünf Hektar Grund im südlichen Stadtteil Borek Fałęcki geworden. Das Gelände soll künftig für Sport- und Erholungszwecke genutzt werden. Es umfasst bebaute und unbebaute Grundstücke mit einer Gesamtfläche von fast fünf Hektar. Neun Grundstücke gingen auf Grundlage eines Kaufvertrags für über 5,4 Millionen Euro an die Stadt über, zwei weitere Grundstücke mit einer Fläche von 0,12 Hektar aufgrund eines Schenkungsvertrags. Für das Gebiet wird derzeit ein neues Entwicklungskonzept ausgearbeitet. Nach Angaben der Städtischen Einrichtung für Sportinfrastruktur werden offene Schwimmbäder eines der zentralen Elemente des Konzepts sein, das in der ersten Phase umgesetzt werden soll. Außerdem sind Wege, ein Outdoor-Fitnessbereich und Erholungsflächen geplant, um das Gelände für unterschiedliche Nutzer*innengruppen zugänglich zu machen.
Die Stadt Krakau startet gemeinsam mit den Behörden der Woiwodschaft Kleinpolen ein Programm für kostenlose Schutzimpfungen gegen Keuchhusten für erwachsene Einwohner*innen, die nicht mehr unter die obligatorische Impfpflicht fallen. Vorrangig werden Erwachsene geimpft, die in den letzten zehn Jahren keine Impfung gegen Keuchhusten erhalten haben. Das Programm ist eine Reaktion auf den alarmierenden Anstieg der Keuchhustenfälle in der Stadt. Im vergangenen Jahr wurden in Krakau 1.237 Fälle registriert, während es 2023 nur 32 waren – ein Anstieg um mehr als 3.800 Prozent.
In Polen kam es am Wochenende des 15. und 16. November 2025 zu zwei Sabotageakten auf der Bahnstrecke Warschau–Dorohusk. Es gab zwei Versuche, einen Zug entgleisen zu lassen. Zunächst wurde eine Metallklammer auf den Gleisen angebracht, anschließend wurde versucht, die Gleise zu sprengen. Nach Angaben der Regierung wurden erfahrene Beamt*innen und Expert*innen der polnischen Geheimdienste mit der Aufklärung des Falls beauftragt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen terroristischer Sabotageakte gegen die Eisenbahninfrastruktur ein, die im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes begangen worden sein sollen. Am Dienstag, dem 18. November 2025, teilte Premierminister Donald Tusk (KO – Bürgerkoalition) mit, dass die polnischen Geheimdienste die für die Sabotageakte verantwortlichen Personen identifiziert hätten. Dabei handelte es sich um zwei ukrainische Staatsbürger, die sich in Weißrussland aufhielten und Polen nach der Tat verlassen hatten.
Ab dem 1. Jänner 2026 wird in Krakau eine nachhaltige Verkehrszone eingeführt. Die neuen Vorschriften gelten für den Großteil der Stadt, wobei vor allem Besitzer*innen älterer Fahrzeuge betroffen sein werden. Die Behörden betonen jedoch, dass rund 80 Prozent der Einwohner*innen keine Maßnahmen ergreifen müssen, um sich weiterhin frei im Stadtgebiet bewegen zu können. Für Einwohner*innen Krakaus, die vor dem 26. Juni 2025 ein älteres Fahrzeug erworben haben, gelten die Vorschriften nicht. Für Fahrer*innen, deren Fahrzeuge die Anforderungen nicht erfüllen, wird in Kürze ein spezielles Meldesystem eingerichtet. Gegen eine Gebühr wird es möglich sein, eine Einfahrtsgenehmigung für die Zone zu erhalten oder das Recht auf Einfahrt unter besonderen Bedingungen zu beantragen – etwa zum Erreichen bestimmter medizinischer Einrichtungen. Die Einführung der nachhaltigen Verkehrszone stößt bei den Nachbargemeinden auf Widerstand. Gegner*innen der neuen Regelung, darunter Vertreter der regionalen Verwaltung und frühere Regierungsmitglieder, haben den Beschluss vor dem Woiwodschafts-Verwaltungsgericht angefochten. Das Urteil soll Mitte Jänner 2026 verkündet werden.
Die Krakauer Stadtverwaltung möchte die Einwohner*innen dazu animieren, Regenwasser zur Bewässerung ihrer Gärten zu nutzen. Seit Mitte November 2025 können sie dafür im Rahmen des Programms "Krakauer Mikro-Rückhaltung von Regen- und Schmelzwasser" Fördermittel für entsprechende Anlagen beantragen. Ziel ist es, den Wasserverbrauch zu senken und die Stadt besser gegen Dürreperioden zu schützen. Das Programm fördert den Bau von unter- und oberirdischen Regen- und Schmelzwasserspeichern, die Installation von Anschlüssen an Dachrinnen sowie Bio-Retentionssysteme und Entwässerungsanlagen zur Sammlung von Regen- und Schmelzwasser. Auch Bewässerungssysteme für Grünflächen und die Errichtung eines Gründachs können bezuschusst werden.
Die neunte Ausgabe des Welttags der Menschen in Armut stand in Krakau unter dem Motto "Du bist meine Hoffnung". Die Veranstaltungen fanden vom 14. bis 16. November 2025 statt und stellten Menschen in Armut sowie Personen in Krisen der Obdachlosigkeit Bäder, medizinische, psychologische und rechtliche Beratung, Unterstützung und Mahlzeiten bereit. Zudem konnten die Teilnehmer*innen an Workshops, Brettspielen, Sportwettkämpfen und Konzerten teilnehmen. Für viele war es eine Zeit, in der sie spüren konnten, dass sie nicht allein sind, so die Veranstalter*innen.
Die polnischen Abgeordneten haben am 7. November 2025 dem ehemaligen Justizminister Zbigniew Ziobro (PiS – Richtung und Gerechtigkeit) seine politische Immunität entzogen. Gegen Ziobro ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen 26 Straftatbeständen, darunter Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Veruntreuung von rund 35 Millionen Euro. Im Zentrum der Vorwürfe steht der dem Justizministerium unterstellte Gerechtigkeitsfonds, dessen Mittel eigentlich Verbrechensopfern zugutekommen sollen. Als Justizminister soll Ziobro Gelder aus dem Fonds in Projekte umgeleitet haben, von denen er sich politische Vorteile für seine Partei PiS versprach. Ziobro, der sich derzeit einer Krebsbehandlung unterzieht, war bei der Parlamentsabstimmung nicht anwesend. Er bezeichnete das Vorgehen gegen ihn als politisch motivierte Kampagne, die angeblich von Premierminister Donald Tusk (KO – Bürgerkoalition) gesteuert werde. Ob es zu einer Festnahme kommt, ist noch ungewiss. Ziobro hält sich derzeit in Ungarn auf, wo er sich mit Premierminister Viktor Orbán (Fidesz MPSZ – Ungarischer Bürgerbund) getroffen hat. Zbigniew Ziobro war von 2015 bis 2023 polnischer Justizminister und galt als eine der treibenden Kräfte hinter der umstrittenen Justizreform, die zu Spannungen zwischen Polen und der Europäischen Union (EU) führte.
Das Berufungsgericht in Krakau öffnet seine Türen für die Kunst. In den Gängen des Gerichts können Besucher*innen Bilder von Künstlerinnen bewundern. Die ersten Werke stammen von Studierenden der Fakultäten für Malerei, Grafik und Innenarchitektur der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Daneben sind auch Arbeiten von Professor*innen der Akademie aus der Sammlung des Museums der Bildenden Künste zu sehen. Die Ausstellung kann bis Mitte Februar 2026 im Gebäude des Krakauer Berufungsgerichts besichtigt werden. Sie ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Gericht und der Akademie der Bildenden Künste, die Kunst sowie humanistische Normen und Werte fördern und verbreiten soll.
Am 22. November 2025 startet in Polen das Pilotprojekt "In Bereitschaft" – ein neues Programm des Verteidigungsministeriums. Ziel ist es, die polnischen Reserven zu vergrößern und Bürger*innen in grundlegenden Verteidigungs- und Sicherheitsfertigkeiten zu schulen. Das Programm umfasst allgemeine freiwillige Schulungen für unterschiedliche Gruppen: Schüler*innen, Berufstätige, Unternehmen und Senior*innen. Es richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Gruppen. Das Pilotprojekt soll noch heuer mehrere Tausend Personen erreichen. Die volle Einsatzbereitschaft ist für Anfang 2026 vorgesehen. Im Laufe des Jahres sollen rund 400.000 Menschen geschult werden. Die Anmeldung erfolgt einfach über eine App. Interessierte können zwischen einem Sicherheitskurs, einem Überlebenskurs, einem medizinischen Kurs und einem Kurs zur Cyberhygiene wählen.
Da der Lärm in den Schulpausen die von der WHO festgelegten Grenzwerte überschreitet, möchten Krakauer Gemeinderät*innen, dass sich Schüler*innen in Schallschutzkabinen davor schützen können. Die Gemeinderät*innen der Bürgerkoalition (KO) haben den Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO), aufgefordert, in Schulen Ruhezonen einrichten zu lassen. Sie schlagen vor, dass die Stadt ein Programm mit dem Namen "Ruhige Aufenthaltsräum" ins Leben ruft. Dieses soll die Einrichtung von Ruhezonen in Krakauer Schulen vorsehen und, wo dies räumlich nicht möglich ist, die Installation von Schallschutzkabinen ermöglichen. Die meisten Schulleiter*innen geben an, dass sie gerne Schallschutzkabinen für die Schüler*innen anschaffen würden, weisen jedoch darauf hin, dass die Stadt ihre Ausgaben für Sachkäufe kürzlich gekürzt habe.
Die zwölfte Ausgabe des partizipativen Budgets der Stadt Krakau ist abgeschlossen. Bei der Abstimmung, die vom 19. September bis 3. Oktober 2025 stattfand, wurden insgesamt rund 85.000 Stimmen abgegeben. Das sind circa 11.900 mehr als im Vorjahr. Die Wahlbeteiligung lag bei zwölf Prozent, zwei Prozentpunkte höher als 2024. Abgestimmt werden konnte sowohl online als auch in Papierform. Insgesamt werden 185 Projekte umgesetzt, davon elf stadtweite und 174 bezirksbezogene. Für ihre Realisierung stellt die Stadt 12,14 Millionen Euro bereit. Das größte Interesse galt Projekten im Bereich Grünflächen und Umweltschutz, gefolgt von Vorhaben zu Infrastruktur, Kultur und Sport.
Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), will neue Instrumente des Dialogs mit den Einwohner*innen einführen. Vorgesehen sind unter anderem sogenannte kleine Konsultationen und Bezirksreferenden. Ein Antrag auf kleine Konsultationen kann vom Bezirksrat, von zwanzig Einwohner*innen des jeweiligen Bezirks oder von vier Nichtregierungsorganisationen gestellt werden. Das Bezirksreferendum soll den Bewohner*innen ermöglichen, über wichtige Fragen wie lokale Investitionen oder die Nutzung kommunaler Infrastruktur abzustimmen, sofern diese das Budget des Bezirks nicht überschreiten. Weitere Formen des Dialogs werden an die Größe der Stadtteile angepasst. Geplant sind Nachbarschaftsgespräche, Erkundungsspaziergänge, Projektworkshops, Online- und Papierumfragen, die Sammlung von Meinungen mithilfe digitaler Tools sowie Sprechstunden mit Expert*innen. Mit diesen neuen Instrumenten will die Stadt die Beteiligung der Einwohner*innen an Entscheidungen zu lokalen Themen stärken.
Rund 70 Veranstaltungen, 30 Veranstaltungsorte und 34 Organisator*innen fassen das Programm der achten Ausgabe des Projekts "Kunst für Dinge – Design in Krakau" zusammen. Den ganzen November über finden in der Stadt Workshops, Vorträge, Begegnungen, Spaziergänge, Führungen und Ausstellungen für Menschen aller Altersgruppen statt. Das Leitmotiv der diesjährigen Ausgabe lautet Beziehungen. Das Projekt wird von der Stadt Krakau getragen und soll Aktivitäten im Bereich der angewandten Kunst und des zeitgenössischen Handwerks sichtbar machen. Auch soll es den Austausch zwischen Künstler*innen, Designer*innen und dem Publikum fördern.
Auf Einladung der Gesellschaft Warschauer U-Bahn besuchten Ende Oktober 2025 Vertreter*innen der Stadt Krakau die Baustelle des Endabschnitts der zweiten U-Bahn-Linie in der polnischen Hauptstadt. Ziel des Besuchs war es, sich über technische Lösungen und organisatorische Erfahrungen zu informieren, die den Bau der geplanten U-Bahn in Krakau mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für Anwohner*innen und den Stadtverkehr ermöglichen sollen. An dem Treffen nahmen der amtierende Bürgermeister der Stadt Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), sein Stellvertreter Stanisław Mazur (parteilos), Mitarbeiter*innen des Magistrats sowie kooperierende Expert*innen teil, die an der konzeptionellen Planung des künftigen U-Bahn-Netzes in Krakau arbeiten. Besprochen wurden unter anderem Themen wie Gebäudesicherheit, Lärm- und Vibrationsschutz, die Logistik des Aushubs und die Organisation von Bauarbeiten in dicht bebauten Stadtgebieten.
Im Zusammenhang mit einer parlamentarischen Anfrage veröffentlichte das polnische Gesundheitsministerium kürzlich Daten über die Anzahl an Polizeieinsätzen und Hospitalisierungen in Krakau im Zusammenhang mit übermäßigen Alkoholkonsum im Zeitraum 2021 bis 2025. Die Daten der Krakauer Notaufnahme lassen keine eindeutige Aussage darüber zu, ob die Anzahl der alkoholisierten Patient*innen nach Einführung des Verbots zurückgegangen ist. Die Statistiken zeigen jedoch einen Rückgang der Anzahl an Polizeieinsätzen im Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch. In Krakau darf seit dem 1. Juli 2023 im Zeitraum von Mitternacht bis 5.30 Uhr kein Alkohol verkauft werden. In dieser Zeitspanne können die Einwohner*innen und die Tourist*innen Alkohol nur in Gastronomiebetrieben wie Bars und Restaurants erwerben, der dort auch konsumiert werden muss.
Die Partei Bürgerplattform (PO) beschloss am 25. Oktober 2025 mit den Parteien Modernes Polen (.N) und Polnische Initiative (iPL) zu fusionieren und in einer neuen Partei namens Koalicja Obywatelska (KO – Bürgerkoalition) aufzugehen. Die "Bürgerkoalition" ist als Parteienbündnis seit Jahren in der politischen Landschaft Polens etabliert. Auch der Parlamentsklub und die Koalitionswahlkomitees für die Parlamentswahlen 2019 und 2023 trugen bereits diesen Namen. Das Logo der neu gegründeten Partei ist ein weiß-rotes Herz als Symbol für die Einheit der KO-Abgeordneten. Der Prozess der Ernennung der Führung der neuen Partei soll bis Mitte Jänner 2026 abgeschlossen sein.
Auf Antrag der Gemeinderäte der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) fand in Krakau eine außerordentliche Sitzung des Gemeinderates statt. Die Gemeinderät*innen der Opposition sind der Auffassung, dass die Schulden Krakaus einen Rekordwert erreicht hätten. Während der Sitzung des Krakauer Gemeinderates versicherte Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform), dass der Stadt trotz des Defizits und der Rekordverschuldung keine Haushaltskatastrophe drohe. 90 Prozent der aufgenommenen Schulden würden für Investitionen verwendet, da die Stadt nicht beabsichtige, an der Qualität der Dienstleistungen für die Einwohner*innen zu sparen. Die Opposition sieht jedoch aufgrund der finanziellen Lage der Stadt die Mittel für Bildung und Verkehr gefährdet und weist auch auf die höheren finanziellen Belastungen der Einwohner*innen durch Gebührenerhöhungen hin. Nach Angaben des Krakauer Magistrats wird die Verschuldung Krakaus Ende 2024 1,8 Milliarden Euro betragen. Krakau ist derzeit die am höchsten verschuldete Stadt Polens. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt fast rund 2.300 Euro, was ihr in dieser Hinsicht den ersten Platz in Polen einbringt. Die amerikanische Ratingagentur S&P Global Ratings hat jedoch die langfristige Bonität Krakaus mit "A-" und stabilem Ausblick bestätigt. Dies ist die höchstmögliche Bewertung für eine Kommunalverwaltung in Polen.
Am 15. Oktober 2025 wurde Krakau offiziell als Mitglied in den Verband Eurocities aufgenommen – das größte europäische Netzwerk von Städten, die sich für nachhaltige Entwicklung, Innovation und eine hohe Lebensqualität ihrer Einwohner*innen einsetzen. Die Mitgliedschaft ist für Krakau ein wichtiger Schritt, um die internationale Zusammenarbeit auszubauen und die eigenen Entwicklungsziele voranzutreiben. Damit schließt sich die Stadt einem Kreis von mehr als 200 europäischen Metropolen an, die sich gegenseitig beim Aufbau moderner, resilienter und lebenswerter Städte unterstützen. Krakau plan, sich aktiv an den Initiativen von Eurocities zu beteiligen, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Förderung des Unternehmer*innentums. Durch die Mitgliedschaft erhält die Stadt Zugang zu Plattformen für Wissensaustausch, zu gemeinsamen, von der Europäischen Union (EU) geförderten Projekten und zu Möglichkeiten, die europäische Stadtpolitik mitzugestalten.
Die nächste Phase der Vorbereitungen für den Bau der U-Bahn in Krakau hat begonnen. Die Stadt hat vor Kurzem vorläufige Branchenkonsultationen angekündigt, um Erfahrungen und Empfehlungen von Unternehmen und Institutionen aus der Branche einzuholen. Ziel ist es, die Erstellung der Unterlagen für die Umsetzung des größten Verkehrsprojekts in der Geschichte der Stadt zu optimieren. Die Konsultationen sollen nicht nur dazu dienen, Meinungen und Erfahrungen aus dem Sektor zu sammeln, sondern vor allem praktische Empfehlungen liefern, die eine schnellere und effizientere Vorbereitung der wichtigsten Planungsdokumente ermöglichen – von der Machbarkeitsstudie und dem Konzept über den Antrag auf Umweltgenehmigung bis hin zum Bauprojekt und der Entscheidung über die Ausführung. Im Rahmen dieser Konsultationen sollen auch die künftigen Ausschreibungsunterlagen, Verträge, Leistungsbeschreibungen und technischen Spezifikationen überarbeitet werden, damit der gesamte Prozess transparent, gut geplant und in allen Phasen klar strukturiert verläuft – und zugleich so kurz wie möglich bleibt.
Polen soll eine weitere Fabrik für künstliche Intelligenz (KI) bekommen. Die zweite KI-Fabrik im Land wird voraussichtlich von einem Konsortium unter der Leitung des Akademischen Rechenzentrums Cyfronet AGH in Krakau errichtet. Die sogenannte Gaia AI Factory ist ein weiterer Schritt zum Aufbau eines europäischen Netzwerks von KI-Zentren, deren angedachte Aufgabe die Förderung von Forschung, Innovation und Anwendungen im KI-Bereich ist. Sie entsteht im Rahmen des europaweiten Programms "AI Factories", das von EuroHPC JU koordiniert wird. Die für die Finanzierung des Projekts erforderlichen Mittel von 70 Millionen Euro stammen zu gleichen Teilen aus Polen und von der Europäischen Kommission. Das Projekt soll den Ausbau der nationalen Supercomputer-Infrastruktur, die Bereitstellung fortschrittlicher Datenrepositorien und Programme zur Kompetenzentwicklung umfassen. Drei strategische Bereiche sollen im Fokus stehen: Gesundheitswesen, Raumfahrt und die Entwicklung großer Sprachmodelle (LLM).
Krakau will in den nächsten vier Jahren rund 117,2 Millionen Euro für Investitionsvorhaben im Rahmen des "Pakts für Krakauer Wohnsiedlungen" bereitstellen. Damit sollen bis zum Ende dieser Legislaturperiode in allen Krakauer Wohnsiedlungen verschiedene Straßen- und Verkehrsinvestitionen auf den Weg gebracht werden. Anfang 2026 soll das Programm starten. Die geplanten Investitionen umfassen hauptsächlich die Errichtung und die Sanierung von Gehwegen, die Sanierung von Straßenbelägen, die Beleuchtung von Fußgänger*innenübergängen und den Bau einer neuen Straßenbeleuchtung sowie die Errichtung neuer Wartehäuser und Bänke an Haltestellen. Der Pakt ist das Ergebnis von zahlreichen Treffen des Krakauer Bürgermeisters Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) mit den Einwohner*innen der Stadt.
In Krakau entstehen mehrere hundert Quadratmeter legale Graffiti. Über 50 Künstler*innen aus ganz Polen werden ihre Werke auf den Stützen der neuen Eisenbahnüberführungen im Stadtzentrum anbringen. Die Aktion bildet den Auftakt zur städtischen Initiative KRK Walls, die vorsieht, ausgewählte Wände für legale Graffiti freizugeben. Der Krakauer Magistrat hat dafür Regeln zur Gestaltung der Graffiti auf den vorgesehenen Flächen erarbeitet, die den Rahmen für künstlerische Ausdrucksformen im öffentlichen Raum bilden. Diese Initiative ist das Ergebnis der Arbeit des sogenannten Mural-Teams, das 2022 durch einen Erlass des Krakauer Bürgermeisters ins Leben gerufen wurde. In den vergangenen drei Jahren führte das Team Konsultationen durch, wählte geeignete Standorte aus und analysierte den Eigentumsstatus der jeweiligen Wände, um sie in das System aufnehmen zu können. Es ist geplant, schrittweise weitere Standorte hinzuzufügen.
Am 3. Oktober 2025 empfing die Stadt Krakau eine Delegation aus Wien unter der Leitung von Barbara Novak, Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, internationale Angelegenheiten und Digitalisierung. Das zentrale Thema der Gespräche war die Digitalisierung von Städten – darunter die Entwicklung intelligenter Lösungen, IKT-Technologien sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung öffentlicher Dienstleistungen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen der Austausch von Best-Practice-Modellen, Möglichkeiten zur Bürger*innen-Partizipation und Instrumente zur erleichterten Umsetzung von Innovationen. Beide Seiten bekundeten ihre gemeinsame Bereitschaft, die Zusammenarbeit künftig fortzusetzen.
Die Prognosen sind wenig optimistisch: Expert*innen gehen davon aus, dass dies erst der Beginn einer Reihe von Herausforderungen für den lokalen Arbeitsmarkt ist. Zwischen dem 1. Jänner und dem 24. September 2025 haben 27 Unternehmen Massenentlassungen angekündigt. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr waren es 24 Unternehmen, die Entlassungen ankündigten – betroffen waren rund 2.700 Personen. Tatsächlich verloren im Rahmen dieser Maßnahmen etwas mehr als 2.000 Menschen ihren Arbeitsplatz. Dieses Vorjahresniveau wurde bereits im Juli 2025 überschritten. Die meisten Entlassungen gab es im März: Insgesamt 1.409 Personen, davon allein 1.200 in einem einzigen Unternehmen. Am stärksten betroffen ist die IT-Branche. Auch Beschäftigte aus den Bereichen Buchhaltung, Steuerberatung sowie Callcenter-Mitarbeiter*innen sind von den Entlassungen betroffen. Expert*innen nennen zwei Hauptgründe für diese Entwicklung in Krakau: den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie Outsourcing und die Verlagerung von Unternehmensstandorten oder einzelnen Tätigkeiten in wirtschaftlich weniger entwickelte Länder. Unternehmen verlagern Teile ihrer Aktivitäten in Länder mit niedrigeren Lohnkosten – etwa nach Indien – und reagieren damit auf den dynamischen Anstieg des Mindestlohns in Polen.
Während einer Pressekonferenz am 24. September wurden die neuen Pläne zum U-Bahn-Bau in Krakau vorgestellt. So soll die empfohlene Trasse der beiden Linien M1 und M2 circa 29 Kilometer lang werden und über 29 Stationen bekommen. Damit könne man 40 Prozent der Einwohner*innen erreichen und täglich fast 300.000 Fahrgäste befördern. Die Stadtverwaltung sowie Expert*innen, die in den letzten Monaten an der "Studie zur Entwicklung der U-Bahn in Krakau" gearbeitet hatten, stellten auch den geplanten Verlauf der U-Bahn vor, die vorwiegend untertunnelt werden soll, um eine sichere Durchfahrt unter den Wohngebieten und dem Stadtzentrum zu ermöglichen. Ein klares Ziel sei, die Krakauer*innen in zehn Jahren mit der U-Bahn befördern zu können, kündigte der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) an. Der U-Bahn-Bau sei die wichtigste Investition des kommenden Jahrzehnts, der auch wichtige Impulse für die Entwicklung ganz Krakaus geben werde.
Mit dem 1. Oktober 2025 ging in ganz Polen ein Pfandsystem für Glas- und Plastikflaschen sowie Dosen an den Start. Rückgabeautomaten sind damit für alle Geschäfte vorgesehen, in denen Getränke erhältlich sind und die über eine Fläche von mehr als 200 Quadratmetern verfügen. Für kleinere Geschäfte ist das Aufstellen von Rückgabeautomaten freiwillig. Ferner müssen neu produzierte Flaschen und Dosen mit 1. Oktober über ein deutliches Pfandzeichen verfügen, auf dem der Pfandbetrag ersichtlich ist. Der Pfandbetrag ist im Preis inkludiert und wird bei der Rückgabe der Verpackung erstattet. Am Starttag verfügen in Krakau allerdings noch nicht alle Geschäfte über einen Automaten.
Vom 10. bis 13. Oktober soll Krakau zum Zentrum der Solidarität, Gleichberechtigung und Inspiration werden. Denn anlässlich des Internationalen Mädchentags lädt die Stiftung Autonomia zum viertägigen Festival der Mädchenpower ein. Das Programm umfasst Workshops, Treffen und Webinare, die zeigen sollen, wie wichtig Solidarität und Gleichberechtigung im Alltag sind. Es ist auch eine Gelegenheit, mit Frauen zu sprechen, die eine Gleichstellungspolitik gestalten und die Rechte von Mädchen unterstützen. Vor zehn Jahren wurde in Polen die Istanbul-Konvention eingeführt, ein wichtiges Dokument zum Schutz von Frauen und Mädchen vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Das Festival soll dementsprechend nicht nur ein Ort zum Feiern sein, sondern soll auch zum Nachdenken über die Herausforderungen, mit denen junge Frauen konfrontiert sind, anregen.
Am 19. September 2025 begann die Abstimmung über das zwölfte partizipative Budget der Stadt Krakau, die symbolisch von Krakauer Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) eröffnet wurde. Den Einwohner*innen stehen fast zwölf Millionen Euro zur Verfügung, die für die Umsetzung von bezirksbezogenen und stadtweiten Projekten verwendet werden sollen. Die Abstimmung dauert bis 3. Oktober 2025. Im Rahmen der Eröffnung wurde ein spezieller Wohnwagen vorgestellt, der in den nächsten Tagen verschiedene Stadtteile Krakaus besuchen wird, um den Einwohner*innen die Stimmabgabe in der Nähe ihres Wohnortes zu erleichtern. Begleitet wird er von Personen, die zur Teilnahme aufrufen und die Abstimmungsregeln erklären.
In Krakau wurde offiziell das Kinderhilfezentrum eröffnet, das ein sicherer Ort für Kinder, die körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt erlebt haben sein soll. Es ist bereits die zwölfte Einrichtung dieser Art in Polen, aber die erste, die von einer städtischen Institution betrieben wird. Die neue Einrichtung bietet fachliche Hilfe für 420 Kinder. Das Zentrum umfasst fast 300 Quadratmeter und bietet Einzel- und Gruppentherapie für Kinder und Jugendliche, psychologische Unterstützung, Familientherapie und Hilfe für Eltern und Betreuer*innen. Nach Angaben des Justizministeriums wurden seit 2020 in Polen über 220.000 Opfer von Straftaten registriert, davon waren etwa 21 Prozent Kinder. In Kleinpolen ist der Bedarf an Unterstützung für Familien besonders hoch – die Region liegt landesweit, in dieser Hinsicht, auf Platz drei.
Am 20. September 2025 wurde in Krakau ein neuer Park eröffnet, der unter den Eisenbahnüberführungen im Stadtzentrum entstand. Es ist das erste Projekt dieser Art in der Stadt. Durch die Revitalisierung hat das Areal neues Leben gewonnen. Es entstanden Spazierwege, Holzplattformen und Ruhezonen sowie ein Agility-Parcours für Hunde und ein großer Spielplatz. Im Park wurden über 70 Bäume, 13.500 Sträucher und sogar 26.500 Zierpflanzen gepflanzt. Ergänzt wird das Ganze durch Informationstafeln, neue Bänke und einzigartige Grafiken zum Thema Eisenbahn, die die Pfeiler der Überführung schmücken. Das Projekt wurde binnen vier Jahren nach der Unterzeichnung des Pachtvertrags mit den Polnischen Staatsbahnen im Jahr 2021 realisiert. Das Projekt verzögerte sich mehrfach aufgrund notwendiger Abstimmungen mit Denkmalschutzbehörden, Aktualisierungen der Kostenvoranschläge und Ausschreibungsverfahren.
Das Programm "Krakauer Schüler*innen retten Leben" geht am 22. September 2025 in die vierte Runde. Ziel der städtischen Initiative ist es, Kindern und Jugendlichen grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse zu vermitteln, die im Ernstfall Leben retten können. Teilnehmen werden Schüler*innen aus Krakauer Grundschulen. Sie sind in drei Kursgruppen eingeteilt: Einführung, Auffrischung und Vertiefung. Jede Einheit dauert 90 Minuten, aufgeteilt in 45 Minuten Theorie und 45 Minuten Praxis. Die Kurse leiten erfahrene Rettungssanitäter*innen aus dem staatlichen Rettungsdienst. Sie bringen nicht nur Wissen und praktische Fähigkeiten bei, sondern vermitteln den Jugendlichen auch Sicherheit im Umgang mit Gefahrensituationen. Rund 22.000 Schüler*innen aus mehr als 150 Grundschulen nehmen jedes Jahr teil. Krakau ist damit die einzige Stadt in Polen, die Erste-Hilfe-Schulungen für Jugendliche in diesem Umfang anbietet.
In Krakau tritt ein neues System zur Information über geplante Baumfällungen in Kraft. Die Stadt begründet dies mit zahlreichen Forderungen nach mehr Transparenz und Zugänglichkeit von Informationen in diesem Bereich. Von nun an werden Informationen über die zur Entfernung vorgesehenen Bäume direkt vor Ort verfügbar sein, zusammen mit einer Beschreibung der Maßnahmen, in deren Rahmen sie durchgeführt werden. Die Informationstafeln werden direkt an den zur Entfernung vorgesehenen Bäumen angebracht. Auf den Tafeln ist auch der Grund für die Baumfällung ersichtlich. Mögliche Gründe dafür sind die Erkrankung eines Baumes oder Investitionsgründe. Die Markierungen werden in einer Höhe von 1,5 bis zwei Metern mit biologisch abbaubarem Klebeband am Baum befestigt, um ihre Haltbarkeit und Lesbarkeit zu gewährleisten.
Der chinesische Außenminister Wang Yi traf am 15. September 2025 zu einem offiziellen Besuch in der polnischen Hauptstadt Warschau ein. Ziel des Aufenthalts ist die Ausarbeitung eines Masterplans für Handel und Zusammenarbeit sowie die Vertiefung des politischen Dialogs auf höchster Ebene. Während seines Besuchs traf Wang Yi mit dem polnischen Außenminister Radosław Sikorski (PO – Bürgerplattform) und anschließend mit Staatspräsident Karol Nawrocki (parteilos) zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Lage an der polnisch-weißrussischen Grenze, die sowohl als Mittel russisch-weißrussischer hybrider Kriegsführung gegen Polen als auch für den Transport von Waren aus der Volkrepublik China nach Europa genutzt wird. Das Treffen unterstrich das Interesse Polens und Chinas an einem intensiven Austausch über bilaterale, europäische und globale Themen. Polen ist eine Station auf Wangs Europareise, die am 12. September mit Besuchen in Österreich und Slowenien begann. Zuletzt hatte er Warschau im Jahr 2019 besucht.
Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform), traf sich am 10. September 2025 im Rahmen des Krakauer Frauenclusters mit Unternehmer*innen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Zukunft der Wirtschaft in Krakau. Bei dem Treffen im Cluster für soziale und wirtschaftliche Innovationen wurden die Bedürfnisse kleiner, mittlerer und großer Unternehmen, die von Frauen geführt werden, sowie die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommunalverwaltung diskutiert. Bürgermeister Miszalski betonte, dass die Stadt Krakau Frauen, die nach einer Babypause in den Arbeitsmarkt zurückkehren, aktiv unterstützt. Eine der wichtigsten Initiativen sei dabei das Programm "Unternehmerische Krakauerinnen", das bereits zum vierten Mal durchgeführt wird. Ziel des Programms ist es, die Position von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken, ihre beruflichen Kompetenzen auszubauen und sie bei der Gründung und Führung eigener Unternehmen zu unterstützen. Die finanziellen Mittel für die Fortsetzung des Programms "Unternehmerische Krakauerinnen" wurden im Budget der Stadt Krakau für das Jahr 2026 bereits vorgesehen.
Der polnische Innen- und Verwaltungsminister Marcin Kierwiński (PO – Bürgerplattform) hat am 10. September 2025 eine Verordnung zur vorübergehenden Aussetzung des Grenzverkehrs an den Übergängen zu Belarus unterzeichnet. Die Schließung trat am 12. September um Mitternacht in Kraft und gilt bis auf Weiteres. Anlass dafür sind das russisch-belarussische Militärmanöver "Sapad 25" sowie ein unmittelbar zuvor erfolgter Drohnenangriff. Die Manöver in Grenznähe begannen am Freitag, dem 12. September, und dauerten bis zum 16. September. Bereits in der Nacht vom 9. auf den 10. September war der polnische Luftraum mehrfach von russischen Drohnen verletzt worden. Es handelte sich um den bislang gravierendsten Vorfall dieser Art seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Ein Teil der Drohnen wurde abgeschossen, die polnischen Streitkräfte leiteten umgehend Verteidigungsmaßnahmen ein. Der Flugverkehr an den Flughäfen Warschau, Modlin, Lublin und Rzeszów musste vorübergehend eingestellt werden. Der Chef des polnischen Generalstabs, General Wiesław Kukuła, bestätigte, dass Belarus Polen im Voraus über die ankommenden Drohnen informiert habe.
Der Bürgermeister von Krakau Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) hat in den sozialen Medien mitgeteilt, dass er Morddrohungen erhält. Wie er mitteilte, haben die Behörden bereits die Identität des Absenders ermittelt. Seiner Meinung nach ist Łukasz Gibała (parteilos), derzeitiger Gemeinderat und Vorsitzender des Klubs "Krakau für die Einwohner*innen", mit dem er die Bürgermeisterwahlen gewonnen hat, dafür verantwortlich. Der oppositionelle Gemeinderat kommentiert, dass dieser Angriff von Aleksander Miszalski auf ihn ein Zeichen der Hilflosigkeit bei der Verwaltung der Stadt sei. Er hebt hervor, dass seine jüngsten Aussagen sachlich gewesen seien und sich darauf bezogen hätten, dass Aleksander Miszalski als Gemeinderat Anteile an Firmen hielt, die in erheblichem Umfang Geschäftsbeziehungen zu städtischen Einrichtungen pflegten. Ein Umstand, den er sowohl ethisch bedenklich als auch rechtlich fragwürdig nennt. Zugleich betont er, sein Ziel sei es, Themen von städtischer Relevanz öffentlich zu machen, über die die Bürger*innen ein Recht auf Information hätten. Der Gemeinderat erklärt zudem, er selbst sei regelmäßig mit Morddrohungen konfrontiert.
Am 29. August kündigte die Stadt Krakau die Zusammenarbeit mit der Firma Mentalio an, die für die Entwicklung der digitalen Plattform Scholario zuständig ist. Ziel sei die Umsetzung eines Pilotprojekts in 25 Schulen in Krakau, das bereits für Ende September 2025 geplant ist. Scholario soll Schüler*innen die Möglichkeit bieten, ihre Emotionen täglich zu vermitteln. Das soll gleichzeitig die Arbeit von Lehrer*innen, Psycholog*innen sowie Schulpädagog*innen erleichtern und Schulen einen systematischen Einblick in die emotionale Stimmungslage von Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Das System sammle auf sichere und datenschutzkonforme Weise Informationen. Dadurch würden Belastungen frühzeitig erkannt, um präventive Maßnahmen noch vor einer Krise zu planen. Die erste Bewertung des Projekts ist für Februar 2026 vorgesehen, die abschließende Auswertung zum Ende des Schuljahrs im Juni 2026.
Am 13. September 2025 widmet sich eine Veranstaltung unter dem Titel "Polnische Chronik 1025–2025" in Krakau der tausendjährigen Geschichte des Königreichs Polen. Zwischen dem Florianstor und dem Hauptmarkt soll ein Umzug mit Künstler*innen und historischen Darstellungen stattfinden, der zentrale Momente der polnischen Geschichte zeigt. Rund 500 Darsteller*innen sind eingeplant, verteilt auf zehn mobile Bühnen. Die Darbietungen werden begleitet von Live-Musik, Theater, Akrobatik und Mapping-Projektionen. Das Event soll an die Gründung eines unabhängigen und souveränen polnischen Staats erinnern und findet in Krakau statt – die Stadt selbst hat große historische Bedeutung, weil sie lange Sitz der polnischen König*innen war. Die Teilnahme ist kostenlos, sowohl für Einwohner*innen als auch Tourist*innen.
Seit dem 3. September 2025 hat der Flughafen Krakau als erster Flughafen in Polen die Beschränkung für Flüssigkeiten im Handgepäck aufgehoben. Diese Änderung wurde durch die Installation von zehn modernen CT-Scannern an den Sicherheitskontrollen ermöglicht. Nach Schätzungen der Flughafenbehörden wird die neue Lösung die Kontrollzeit pro Person um fast 30 Prozent verkürzen. An Tagen mit Rekordaufkommen, an denen bis zu 48.000 Passagier*innen pro Tag den Flughafen nutzen, sollte die Wartezeit für die Kontrolle zehn Minuten nicht überschreiten. Auf dem Gelände des Krakauer Flughafens bleiben vorübergehend drei Kontrollpunkte mit älteren Scannern bestehen, an denen die Beschränkungen für Flüssigkeiten weiterhin gelten. Diese Kontrollpunkte werden nur in Notfällen in Betrieb genommen. In der gesamten Europäischen Union sind bereits 700 solcher Geräte in 21 Mitgliedstaaten im Einsatz.
Am 1. Juli 2023 trat in Krakau eine Verordnung über die Einschränkung des nächtlichen Alkoholverkaufs im Einzelhandel in Kraft. Das Verbot gilt im gesamten Stadtgebiet zwischen Mitternacht bis 5.30 Uhr – ausgenommen sind Gastronomiebetriebe wie Restaurants und Bars. Ziel der Verordnung war es, die Verfügbarkeit von Alkohol gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zu beschränken. Statistiken würden nun belegen, dass der Beschluss spürbare Ergebnisse zeige. Stadtverwaltung, Polizei und Stadtwache ziehen dahingehend eine positive Bilanz. Obwohl die Zahl der Tourist*innen in Krakau deutlich angestiegen ist, sank die Zahl der Polizeieinsätze im Zusammenhang mit Alkoholkonsum im Vergleich zu Juli 2022 , also vor Einführung des Verbots, um fast 70 Prozent. Krakau ist die erste Großstadt in Polen, die diese Regeln im gesamten Stadtgebiet eingeführt hat.
Die Stadt Krakau will mehr als 1,6 Millionen Euro für die Reparatur und Sanierung von Fahrradwegen aufwenden. Das soll den Komfort für Radfahrer*innen verbessern. Krakaus Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) hat die Maßnahmen im Rahmen einer Arbeitsgruppe für die Entwicklung der Fahrradinfrastruktur initiiert – sie würden zahlreichen Forderungen von Fahrradverbänden entsprechen. Die Arbeiten werden an über 20 Stellen in der Stadt durchgeführt und dauern bis zum Ende des Jahres. Grundlegend gehe es darum, minderwertige Fahrbahnoberfläche zu ersetzen: Beispielsweise sollen lästige Bordsteine entfernt werden, Straßenpflastersteine durch Asphalt ersetzt. Die Entwicklung der Fahrradinfrastruktur sei eine der Prioritäten der Stadt Krakau.
Polens Premierminister Donald Tusk (PO – Bürgerplattform) traf sich am 31. August 2025 mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu einem Gespräch über die
Stärkung des Landes an der polnisch-weißrussischen Grenze. Von der Leyen kündigte dabei umfangreiche Investitionen in die Sicherheit Polens an. Neben Fragen der Verteidigung und des
Grenzschutzes an der östlichen
EU-Grenze war auch das SAFE-Programm ein zentrales Thema.
Letzteres ist Teil des Plans
zur Aufrüstung Europas, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des
militärischen Potenzials Russlands. Von der Leyen betonte, dass es gelungen
sei, dieses gemeinsame Instrument voranzutreiben. Es
stünden 150 Milliarden Euro für gemeinsame Beschaffungen bereit. Bereits 19
Länder haben sich für die Teilnahme am SAFE-Projekt beworben, wobei Polen am
meisten davon profitieren könnte.
In den städtischen Bildungseinrichtungen in Krakau, darunter Schulen und Kindergärten, wird derzeit ein elektronisches Dokumenten-Managementsystem namens EZD RP eingeführt. Es handelt sich dabei um ein kostenloses IT-System für die elektronische Verwaltung von Dokumenten in der öffentlichen Verwaltung. Ziel ist es, das System in insgesamt 332 städtischen Organisationseinheiten einzuführen, von denen 95 Prozent kommunale Bildungseinrichtungen sind. Das IT-System ermöglicht die umfassende Bearbeitung aller Arten von Vorgängen in rein elektronischer Form und unterstützt dort, wo es erforderlich ist, zusätzlich die Bearbeitung von Unterlagen in Papierform, um die vollständige Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften zu gewährleisten. Nach dem aktuellen Zeitplan ist die Inbetriebnahme des Systems in den Einrichtungen bis Juni 2026 geplant.
Das Verwaltungsgericht der Woiwodschaft Krakau hat den Beschluss des Gemeinderates vom Februar 2025 für ungültig erklärt, der lokale Unternehmen verpflichtete, den nächtlichen Lärm zu reduzieren. Das Gericht stellte zahlreiche rechtliche Mängel fest und hob den Beschluss vollständig auf. Krakauer Aktivist*innen verweisen darauf, dass identische Beschlüsse in den größten polnischen Städten gelten. Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) betonte wiederholt, die Bekämpfung des Lärms im Stadtzentrum sei eine seiner Prioritäten. Daher hoffen die Aktivist*innen, dass sich die Stadt erneut mit einem entsprechenden Beschluss befassen wird. Zwischen Ende Mai und dem 10. August 2025 griff die Stadtpolizei in Krakau 438 Mal wegen Verstößen gegen das Lärmschutzgesetz ein.
Das SILENCE Music Festival, das klassische Klänge mit zeitgenössischer Kunst, Wissenschaft und Performance verbindet, hat am 24. August 2025 in Krakau begonnen und läuft bis zum 17. Oktober 2025. Nach Angaben der Veranstalter*innen soll es in einer lauten Welt eine Erfahrung der Stille und klassischer Musik ermöglichen. Eröffnet wurde das Festival mit dem Konzert "Plan Beeeeee", bei dem das Publikum die Geräusche einer Schafherde hören konnte. Zum weiteren Programm gehören unter anderem der Tanzrave "Baroque Disco" in einer ehemaligen Barockkirche sowie das Werk "The People United Will Never Be Defeated!" von Frederic Rzewski, aufgeführt vom deutschen Pianisten Kai Schumacher und begleitet von multimedialen Visualisierungen, die auf Zeichnungen von Menschen aus dem Autismus-Spektrum basieren.
Krakauer Aktivist*innen haben eine Karte mit Parkplätzen für Menschen mit Behinderungen erstellt. Damit können Fahrer*innen gezielt einen gewünschten Ort auswählen und sich per Navigationsgerät dorthin leiten lassen. Die Karte ist online verfügbar und erleichtert die Suche nach geeigneten Parkplätzen in der Stadt. Die Krakauer Straßenverkehrsbehörde weist jedoch darauf hin, dass sie lediglich zu Informationszwecken dient. Der Behörde liegen derzeit keine Daten vor, die die Erstellung und Aktualisierung einer offiziellen Karte ermöglichen würden. Die Beamt*innen erklären, dass für die Erstellung einer Stadtkarte präzise GPS-Daten zu jedem Parkplatz für Menschen mit Behinderungen notwendig wären.
Die Stadt Krakau hat 30 moderne, bidirektionale Straßenbahnen bestellt. Das erste der neuen Fahrzeuge soll Anfang 2028 in Betrieb genommen werden, das letzte Anfang 2029. Mit diesen neuen Fahrzeugen werden in Krakau ausschließlich Niederflur-Straßenbahnen mit Klimaanlage und modernem Fahrgäst*inneninformationssystem verkehren. Die letzten Hochflurstraßenbahnen werden aus dem Verkehr gezogen. Die neuen Fahrzeuge sollen auch an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen angepasst werden. Das wichtigste Merkmal der neuen Wagen ist ihre Zweirichtungsfähigkeit, die ihren Einsatz an Orten ermöglicht, an denen es keine Wendeschleifen gibt.
Die Krakauer Behörden verlängern die Möglichkeit, an einer Umfrage zum Thema Feuerwerk in der Stadt teilzunehmen. Bürger*innen können noch bis zum 29. August abstimmen. Die Verlängerung wurde mit dem großen Interesse und der regen Beteiligung der Einwohner*innen begründet. Die gesammelten Stimmen sollen laut Ankündigung dabei helfen, festzulegen, wohin sich die künftigen lokalen Regelungen in diesem Bereich entwickeln. In der Umfrage wurden unter anderem Fragen zum Verzicht auf bestimmte Feuerwerkskörper, zu zeitlichen und räumlichen Beschränkungen für deren Verwendung sowie zu Präferenzen für alternative Shows gestellt, wie zum Beispiel leise Feuerwerkskörper, Lichtshows und Laser.
Der Flughafen Krakau hat einen speziellen Leitfaden erstellt, der Menschen mit Autismus und neurodivergenten Passagier*innen das selbstständige Reisen erleichtern soll. Die Publikation ist bereits an den Informationsstellen des Flughafens erhältlich und kann auch von der Website des Krakauer Flughafens heruntergeladen werden. Es ist die erste Veröffentlichung dieser Art für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die von einem polnischen Flughafen erstellt wurde. Die Publikation basiert auf den tatsächlichen Abläufen am Krakauer Flughafen und führt die*den Reisende*n Schritt für Schritt durch die gesamte Reise – von den Vorbereitungen zu Hause über den Check-in und die Sicherheitskontrolle bis zum Boarding.
Seit dem 4. August steht Einwohner*innen von Krakau eine neue Stadt-App namens "mKraków" zur Verfügung. Sie bündelt zahlreiche städtische Dienste, etwa den Bürger*innenservice der Stadt, Fahrpläne für öffentliche Verkehrsmittel, Informationen zur Müllabfuhr, eine Landkarte mit Sportstätten, die Bezahlung von Parkgebühren sowie Käufe im öffentlichen Verkehr mit der Vorteilskarte für Einwohner*innen. Die App soll auch den Kontakt zu den Behörden verbessern. Nutzer*innen sollen nämlich bei wichtigen Angelegenheiten Krakaus mitbestimmen. So ist es etwa seit dem 4. August möglich, im Bereich "Deine Meinung" an einer Umfrage zu den Regeln für den Einsatz von Feuerwerk in Krakau teilzunehmen.
Das Kinderkrankenhaus der Woiwodschaft Kleinpolen in Krakau hat ein 3.500 Quadratmeter großes Grundstück gegenüber seinem Gebäude erworben. Dort soll ein Zentrum für Psychiatrie und für die Behandlung von der Abhängigkeit von neuen Technologien entstehen. Die bestehende Kinderpsychiatrie wird dorthin verlegt. Im neuen Gebäude ist auch ein Zentrum für Verhaltenssüchte geplant. Es handelt sich um eine der ersten Einrichtungen in Polen, die bereits im Namen Probleme im Zusammenhang mit Smartphones und dem Internet aufgreift. Die Eröffnung des Zentrums ist für 2029 vorgesehen.
Krakau startet voraussichtlich Mitte 2026 mit dem Bau eines intelligenten Verkehrssystems, das bis 2029 fertiggestellt werden soll. Es umfasst moderne Kameras, eine Busspuren-Überwachung, intelligente Ampeln und dynamische Fahrgastinformationen. Ziel sei eine verbesserte Mobilität in der Stadt und erhöhte Verkehrssicherheit. Das System soll bei der Einfahrt in die Stadt die schnellste Route zeigen, über freie Parkplätze informieren und vor Staus warnen. Zudem soll es laufend aktuelle Daten zum öffentlichen Nahverkehr liefern.
Karol Nawrocki (parteilos), der von der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) als Kandidat für das Präsidentenamt unterstützt wurde, ist am 6. August 2025 als neuer Präsident Polens angelobt worden und trat damit die Nachfolge von Andrzej Duda (parteilos) im höchsten Staatsamt an. In einer langen Antrittsrede stellte er sein Programm vor: Nawrocki kündigte die Einrichtung eines Rats zur Reform des Staatswesens sowie die Erarbeitung einer neuen Verfassung an. Außerdem hat er Premierminister Donald Tusk (PO – Bürgerplattform) zu einer Kabinettssitzung eingeladen, die sich mit wichtigen Investitionen befassen soll. Nawrocki äußerte seine Zuversicht, dass der Präsidentenpalast zu einem Ort des Dialogs und der konsequenten Reform des Staatswesens der Republik Polen werden könne.
Am 3. August 2025 war Krakau erstmals Austragungsort des prestigeträchtigen "Ironman 70.3". Der Triathlon über eine Gesamtdistanz von 113 Kilometern (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer*innen Laufen) zog Teilnehmer*innen aus mehreren Dutzend Ländern an. Der Wettkampf begann beim malerischen Zakrzówek-See und endete mit einem spektakulären Zieleinlauf am Krakauer Hauptmarkt. Bei den Frauen siegte die Dänin Katrine Græsbøll Christensen, bei den Männern setzte sich der Pole Kacper Stępniak durch. Das Bild Krakaus als Kulturstadt wurde damit um eine deutliche sportliche Komponente erweitert. Durch den "Ironman 70.3" hat die Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen ihren Platz auf der Landkarte des internationalen Triathlons erhalten.
Die polnische Regierung beschloss am Sonntag, dem 3. August 2025, die vorübergehenden Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Litauen um zwei Monate – bis zum 4. Oktober 2025 – zu verlängern. Hintergrund ist die anhaltende Migrationskrise. Die seit dem 7. Juli 2025 eingeführten Grenzkontrollen werden stichprobenartig durchgeführt. Dabei kontrollieren Beamt*innen in erster Linie Busse sowie Autos mit mehreren Passagier*innen. Die Maßnahme ist sowohl eine Reaktion auf die veränderte Migrationslage als auch auf die verschärfte Grenzpolitik Deutschlands gegenüber Migrant*innen. An der polnisch-deutschen Grenze sind derzeit 52, an der polnisch-litauischen Grenze 13 Grenzübergänge in Betrieb. Im vergangenen Monat verweigerte der polnische Grenzschutz 185 Ausländer*innen die Einreise – hauptsächlich aufgrund fehlender Dokumente, die zur Überschreitung der Staatsgrenze berechtigen.
Eine neue städtische Grundschule wird an der Kreuzung der Dekerta- und Portowa-Straße im südwestlichen Krakauer Stadtteil Zabłocie entstehen. Es wird die erste städtische Schule in diesem Teil Krakaus sein und soll künftig rund 400 Schüler*innen beherbergen. Das neue Schulgebäude wird über eine moderne Turnhalle, eine Bibliothek, einen Speisesaal, einen Fitnessbereich sowie einen begrünten Innenhof verfügen. Auf dem Dach ist die Installation einer Photovoltaikanlage vorgesehen. Das Gebäude wird auf die Bedürfnisse von Schüler*innen mit Behinderungen abgestimmt sein. Die Ausschreibung für das Projekt, dessen geschätzte Kosten bei 17,44 Millionen Euro liegen, wurde bereits veröffentlicht. Eine Entscheidung darüber wird im Herbst erwartet. Das Projekt wird als Planungs- und Bauauftrag abgewickelt. Der neue Bildungskomplex in Zabłocie soll im Jahr 2029 fertiggestellt werden.
In Krakau
ist die erste polnische Jugendinformationskarte durch die Zusammenarbeit mit
Jugendlichen entstanden. Die Karte definiert Standards für
Jugendinformation im umfassenden Sinn: von der thematischen Ausrichtung über
die Qualität der Informationen und Dienstleistungen bis hin zu den Orten, an
denen Information vermittelt und sichtbar gemacht wird. Jugendinformation umfasst
alle Maßnahmen zur Informationsweitergabe sowie das Netzwerk von Personen und
Einrichtungen, die daran beteiligt sind. Die Karte soll als praxisnahe Referenz
für alle dienen, die eigene Informationsangebote für junge Menschen entwickeln
oder weiterentwickeln möchten.
Krakau soll die erste Großstadt in Polen ohne unbezahlte Praktika in der Stadtverwaltung werden. Ab dem kommenden Jahr sollen alle Praktikant*innen im Magistrat eine finanzielle Vergütung bekommen, wobei die Bezahlung in Höhe des Mindestlohns geplant ist. Im Jahr 2023 absolvierten 86 Studierende ein Praktikum m Krakauer Magistrat, 2024 waren es 102. Bisher wurde keiner dieser Praktika entlohnt.
Am 24.
Juli 2025 fand im polnischen Präsidentenpalast die Vereidigung der umgebildeten
Regierung unter Donald Tusk (PO – Bürgerplattform) statt. Damit wurde die Zahl
der Ministerien von 26 auf 21 reduziert. Allerdings wurden zwei sogenannte
Superministerien neu geschaffen – eines für Finanzen und Wirtschaft, das andere
für Energie. Unter den neuen Regierungsmitgliedern sind auch zwei Minister aus
Kleinpolen vertreten: Waldemar Żurek (parteilos), zuständig für das
Justizministerium, sowie Miłosz Motyka (PSL –
Polnische Bauernpartei), der das Energieministerium übernimmt. Zentrale
Themen der neuen Regierung, die Präsident Duda (parteilos) ernannt hat, sind die innere und äußere Sicherheit. Ein
verkleinertes Kabinett mit neuen Gesichtern soll künftig für mehr Effizienz und
politische Stabilität sorgen.
Ab dem 4. August 2025 gilt in Krakau ein neues Parksystem. Die Stadt führt eine progressive Tarifstruktur in den gebührenpflichtigen Parkzonen ein. Die Höhe der Parkgebühren richtet sich künftig nach der Parkdauer sowie der jeweiligen Zone (A, B oder C). Die neuen Regeln sollen dafür sorgen, dass Parkplätze kürzer belegt sind und dadurch von mehr Autos genutzt werden können. Die neuen Tarife sind so gestaltet, dass Personen, die in Krakau Steuern zahlen, begünstigt werden. Wer die städtische Vorteilskarte – die Krakauer Karte – besitzt und sein Fahrzeugkennzeichen im System registriert, zahlt künftig einen ermäßigten Tarif. Im Zuge der neuen Gebührenordnung wird auch ein Teil der Parkautomaten ausgetauscht. Bis zum 4. August werden im Stadtzentrum von Krakau modernisierte Parkautomaten aus Warschau installiert. Sie ersetzen ältere Geräte mit eingeschränkten Funktionen. Obwohl es sich um gebrauchte Automaten handelt, wurden sie technisch überholt und an das neue Parksystem angepasst. Damit soll sichergestellt werden, dass die neue Gebührenstruktur reibungslos umgesetzt werden kann.
Am 19. Juli 2025 fanden in vielen polnischen Städten antimigrantische Märsche statt. Dazu aufgerufen hat die rechtsextreme Partei Konföderation Freiheit und Unabhängigkeit (Konfederacja), deren zahlreiche Anhänger*innen an den Kundgebungen teilnahmen. Die Partei kritisiert vehement die Migrationspolitik der polnischen Regierung und gilt laut aktuellen Umfragen als drittstärkste politische Kraft im Land. Die größten Demonstrationen fanden in Warschau und Krakau statt, in rund 80 weiteren Städten wurde ebenfalls gegen Migration protestiert. Auf Transparenten waren Slogans wie "Stopp der Migration" zu lesen. In größeren Städten kam es zu Gegendemonstrationen unter dem Motto "Stopp dem Faschismus". Laut Polizei verliefen die Märsche weitgehend ohne größere Zwischenfälle. Dennoch kündigte Regierungssprecher Adam Szłapka (PO – Bürgerplattform) an, dass die zuständigen Behörden das Material zu den Ereignissen gründlich analysieren werden. Jeder festgestellte Verstoß werde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Während seiner letzten Sitzung am 2. Juli 2025 beschloss der Krakauer Gemeinderat einstimmig, Sportanlagen von Schulen den Einwohner*innen für Freizeitzwecke zugänglich zu machen. 150 Schulen in Krakau sollen dahingehend geöffnet werden. Die Nutzungsbedingungen wurden auf Grundlage eines breiten öffentlichen Dialogs erarbeitet, der vom 16. April bis zum 9. Mai 2025 hauptsächlich mittels elektronischer Umfragen durchgeführt wurde. In der neuen Verordnung wird ausdrücklich festgehalten, dass die Schulleitung als Verwalterin des Geländes das letzte Wort bezüglich Sicherheit und Nutzungsplanung der Anlagen hat. Die Einwohner*innen dürften dann die Sportplätze zu den von der Schule festgelegten Zeiten kostenlos betreten. Für die Sicherheit der Kinder sind die Eltern oder gesetzlichen Betreuer*innen verantwortlich. In den Schulen, die ihre Sportplätze zur Verfügung stellen, wird eine Videoüberwachung installiert.
Am 14.
Juli 2025 wurde die Rückkehr der Besatzung der sogenannten Axiom-4-Mission zur
Erde eingeleitet, der auch der polnische Astronaut Sławosz Uznański-Wiśniewski
angehörte. Dieser befand sich seit dem 26. Juni auf der Internationalen
Raumstation (ISS). Mit der Axiom-4-Mission waren erstmals ein Inder, ein Ungar
und ein Pole an Bord der ISS. Uznański-Wiśniewski führte dort
wissenschaftliche Experimente durch. Polnische Hochschulen, Unternehmen und
Institutionen hatten im Rahmen der ersten polnischen Forschungsmission IGNIS
insgesamt 13 Experimente vorbereitet, die die Wissenschaft revolutionieren
könnten. Die Kapsel mit den Wissenschaftler*innen landete am 15. Juli
vormittags nach einer 22-stündigen Heimreise im Pazifik nahe der kalifornischen
Küste.
Für
den 25. und 26. September 2025 ist in Krakau die wissenschaftlich-technische Fachkonferenz
"Aktuelle Probleme des öffentlichen Nahverkehrs in Städten und
Ballungsgebieten – PTZ’2025" geplant. Die regelmäßig stattfindende
Konferenz ist eine der wichtigsten Branchenveranstaltungen Polens im Bereich der nachhaltigen Entwicklung öffentlicher Verkehrssysteme. Erwartet werden
Vertreter*innen technischer Hochschulen, Verkehrsplaner*innen,
Kommunalverwaltungen und Verkehrsunternehmen aus dem ganzen Land. Zu den
Schwerpunkten zählen unter anderem der Ausbau des U-Bahn-Netzes in Polen mit
besonderem Blick auf Krakau, die Integration des Personenverkehrs in
Ballungsräumen und Regionen, Digitalisierung und Big Data sowie die Dekarbonisierung des öffentlichen Nahverkehrs.
PTZ’2025 soll den Erfahrungsaustausch sowie die gemeinsame Entwicklung
künftiger Strategien für den öffentlichen Nahverkehr in Polen anregen.
Am 2. Juli nahm der Krakauer Gemeinderat das Programm "Gesundes Krakau" für die Jahre 2025 bis 2028 an. Es handelt sich um einen umfassenden strategischen Plan, der die Gesundheit und die Lebensqualität der Einwohner*innen verbessern soll. Das Programm wurde auf Grundlage einer umfassenden Analyse der demografischen und gesundheitlichen Situation Krakaus erstellt. Laut den Verfasser*innen des Dokuments altert die Bevölkerung, während die Zahl der Menschen mit chronischen Krankheiten und psychischen Problemen steigt. Auch steige die Zahl von Kindern mit Übergewicht. Dem Programm gingen öffentliche Konsultationen voraus, an denen Einwohner*innen, NGOs, Expert*innen und Vertreter*innen der Stadt Krakau beteiligt waren. Die Analyse der Situation in Krakau ergab elf zentrale Herausforderungen. Darunter befinden sich der Ausbau der Pflege für ältere Menschen, eine Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen, die Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten, eine Förderung der psychischen Gesundheit und einer gesunden Lebensweise sowie die Suchtprävention und Gewährleistung einer schnellen Hilfe in Notfällen.
Am 5. und 6. Juli 2025 war der Krakauer Hauptmarkt Schauplatz für den Worldcup im Speed Climbing. Bei der olympischen Disziplin geht es darum, wie der Name sagt, Kletterwände im Wettkampf möglichst schnell zu erklimmen. Krakau war einerseits Gastgeberin der Eröffnungswettkämpfe in Polen, eröffnete aber auch die europäische Weltcup-Serie, für die europaweit nur zwei Austragungsorte vorgesehen sind – neben Krakau noch Chamonix in Frankreich. Neben ausländischen Teilnehmer*innen war die gesamte polnische Nationalmannschaft zu sehen, die in den letzten Jahren die wichtigsten Titel bei internationalen Wettbewerben gewonnen hat.
Der Platz vor dem großen Einkaufszentrum im Krakauer Stadtzentrum ist mit dem neuen Veranstaltungsformat "Kazimierz Vibes", das Kultur, Sport, Bildung und urbane Energie miteinander verbinden soll, neuerlich zu einem Hotspot während der Krakauer Sommerferien geworden. An allen Sommer-Sonntagen steht die Festivalbühne Debütant*innen zur Verfügung und am 13. Juli 2025 beginnt das diesjährige Fest mit der sogenannten Open Stage – ein Projekt, das jungen Musiker*innen die Möglichkeit verschaffen soll, vor einem breiten Publikum aufzutreten. Auch Theateraufführungen unter freiem Himmel sind angedacht genauso wie sportliche Aktivitäten für junge Menschen. Am Vormittag gibt es Workshops für kleine Kinder, abends DJ-Partys sowie kleine Konzerte.
Ab September 2025 sollen die Einwohner*innen Krakaus statt bisher 6,34 Euro künftig 8,21 Euro pro Person und Monat für die Müllabfuhr zahlen. Einen entsprechenden Beschlussentwurf will Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) dem Krakauer Gemeinderat im Juli 2025 vorlegen. Stimmt der Gemeinderat dem Vorschlag zu, müssten die Krakauer*innen fast 30 Prozent mehr für die Müllabfuhr zahlen. Nach Angaben der Krakauer Stadtverwaltung wurde die letzte Gebührenerhöhung im Juli 2022 beschlossen. Die Betriebskosten sind seitdem um mehr als 51 Prozent gestiegen, die Einnahmen dagegen nur um 2,3 Prozent. Der Krakauer Magistrat begründet die geplante Erhöhung mit der Inflation, einem gestiegenen Abfallaufkommen sowie neuen Recyclingvorschriften. Der Krakauer Bürgermeister warnt, dass das System ohne Anpassungen kollabieren werde. Bereits in diesem Jahr werde ein Defizit von 18,3 Millionen Euro erwartet, für 2026 rechnet die Stadt mit einem Fehlbetrag von 44,6 Millionen Euro.
Mit Beginn der Sommerferien streifen zum fünften Mal die sogenannten City Helpers durch die Straßen in Krakau. Das soll die Stadt bei Maßnahmen für verantwortungsvollen Tourismus unterstützen. Die Hauptaufgaben seien, für Ordnung im öffentlichen Raum zu sorgen, touristische Informationen bereitzustellen, an geltende Regeln und Vorschriften in den Kulturparks zu erinnern, auf lokale Kulturveranstaltungen aufmerksam zu machen und bei Bedarf Erste Hilfe zu leisten. Die City Helpers fungieren als Botschafter*innen des Programms Respect Kraków und patrouillieren in der Altstadt und im ehemaligen Stadtviertel Kazimierz. Aufgrund des wachsenden Bedarfs werden sie heuer auch entlang der Weichsel-Boulevards präsent sein. Viele City Helpers sprechen fließend Fremdsprachen und sind bei Bedarf mit elektronischen Übersetzungsgeräten ausgestattet. In dieser Saison sollen sie eng mit dem Nachtbürgermeister zusammenarbeiten, der die Erkenntnisse aus den wöchentlichen Berichten der städtischen Helfer*innen in seine Arbeit einfließen lassen will.
Sabina Janeczko ist neue Sprecherin für Tierschutzfragen in Krakau. Die Juristin und Veterinärtechnikerin wurde am 13. Juni 2025 von Bürgermeister Aleksander Miszalski (PO – Bürgerplattform) im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Mit dieser Ernennung reagiert die Stadt auf zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung zu Problemen mit heimatlosen oder ausgesetzten Tieren sowie mit Wildtieren im städtischen Raum. Zu den Hauptaufgaben der Sprecherin gehören die Mitwirkung an der Entwicklung und Umsetzung eines städtischen Programms zur Betreuung heimatloser Tiere, die Zusammenarbeit mit Tierheimen und NGOs sowie die Begutachtung von Projekten und Anträgen zu tierbezogenen Themen.
In Krakau beginnt heute die 34. Ausgabe des Jüdischen Kulturfestivals – der bedeutendsten Veranstaltung Polens zum jüdischen Erbe, die bis zum 29. Juni 2025 läuft. Ein geplanter Höhepunkt musste jedoch kurzfristig abgesagt werden: das große, kostenlose Open-Air-Konzert "Shalom", das am vorletzten Festivaltag stattfinden sollte. Hintergrund ist der Krieg zwischen Israel und dem Iran. Der israelische Luftraum ist vollständig gesperrt, sämtliche Flüge wurden gestrichen. Viele der eingeladenen israelischen Künstler*innen, die zentrale Rollen im Konzert übernehmen sollten, können das Land somit nicht verlassen. Infolge dieser Situation wurden auch zahlreiche weitere Konzerte aus dem Programm gestrichen.
Krakau wurde im internationalen Ranking 2025 von InsureMyTrip als eine der weltweit besten Städte für allein reisende Frauen ausgezeichnet und belegt aktuell Platz zwei. Gegenüber dem Vorjahr ist die Stadt damit um zehn Plätze aufgestiegen. Insgesamt wurden 62 Städte weltweit verglichen. Das Ranking berücksichtigt insbesondere das Sicherheitsgefühl, das für viele Frauen ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Reiseziels ist. Krakau verdankt seine Spitzenposition der niedrigen Kriminalitätsrate und der gut ausgebauten touristischen Infrastruktur. Den ersten Platz belegt Dubai.
Am 12.
Juni 2025 fand in Krakau ein internationales Seminar zum Thema "Kurzzeitvermietung
in touristischen Städten – Gleichgewicht zwischen Tourismus und lokaler
Bevölkerung" statt. Die von der Stadt Krakau organisierte
Veranstaltung bot Vertreter*innen stark touristisch geprägter Städte eine
Plattform zum Austausch über Herausforderungen und Lösungen im Bereich
Kurzzeitvermietung. Vertreten waren Amsterdam, Paris und Wien sowie mehrere
polnische Städte, die sich intensiv mit dem Thema Regulierung beschäftigen.
Ziel war, bewährte Praktiken zu teilen und Wege zu diskutieren, wie ein
ausgewogenes Verhältnis zwischen Interessen der Tourismusbranche und Bedürfnissen
der lokalen Bevölkerung geschaffen werden kann.
Am 14.
Juni 2025 fand die 18. Ausgabe der Theaternacht in Krakau statt - ein
fester Bestandteil des städtischen Kulturkalenders. Dabei konnten
Besucher*innen insgesamt 68 Aufführungen besuchen, darunter neun Open-Air-Produktionen.
Beteiligt waren zwölf institutionelle Theater sowie Dutzende freie Gruppen und
Bühnen. Die Aufführungen fanden sowohl in allen Krakauer Theatern als auch
im öffentlichen Raum statt. Das Programm war vielfältig und umfasste neben
aktuellen Höhepunkten der Theatersaison auch Begegnungen mit
Schauspieler*innen, Führungen hinter die Kulissen sowie Einblicke in sonst
unzugängliche Räumlichkeiten. Ergänzt wurde das Angebot durch multimediale
Präsentationen. Seit 2011 wird im Rahmen der Theaternacht außerdem der
Stanisław-Wyspiański-Theaterpreis für besondere künstlerische Leistungen im
Krakauer Theater verliehen.
Als Reaktion auf eine zunehmende Krise der allgemeinen psychischen Gesundheit soll in Krakau ein neues Zentrum zur Behandlung psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen entstehen, das "Kleinpolnische Zentrum für Psychiatrie und Behandlung von Abhängigkeiten von neuen digitalen Technologien". Der moderne Komplex werde Diagnostik, Behandlungen, Prävention und Aufklärung unter einem Dach vereinen und soll die Versorgung in diesem Bereich deutlich verbessern. Das soll die Qualität in Behandlungen psychischer Störungen wie Technologieabhängigkeit, Essstörungen und Verhaltensauffälligkeiten verbessern. Dabei werden verschiedene Therapieformen integriert – von stationären und tagesklinischen Angeboten über ambulante Betreuung bis hin zu telemedizinischen Lösungen, unterstützt durch moderne diagnostische und therapeutische Infrastruktur. Die geplante Investition umfasst unter anderem den Bau eines neuen Komplexes mit einer Fläche von rund 6.100 Quadratmetern beim St.-Ludwig-Kinderspital im Krakauer Stadtzentrum. Der Investitionswert wird auf circa 45 Millionen Euro geschätzt und das Projekt wartet derzeit auf eine Förderung durch das Gesundheitsministerium. Der Komplex soll innerhalb von drei Jahren fertiggestellt werden.
In Polen fordern zahlreiche Bürger*innen eine Neuauszählung der Stimmen bei der jüngsten Präsidentschaftswahl. Dabei geht es um das Ergebnis der zweiten Wahlrunde vom 1. Juni 2025. Der Abstand zwischen den beiden Kandidaten Rafał Trzaskowski (PO – Bürgerplattform) und Karol Nawrocki (parteilos) betrug nur 369.591 Stimmen. Gleichzeitig wurden rund 189.000 Stimmen für ungültig erklärt, was als ungewöhnlich hoher Wert gilt. Bis zum 8. Juni um 10 Uhr wurden bereits über 116.000 Unterschriften unter einer Petition für die Neuauszählung gesammelt. Hinzu kommen zahlreiche Berichte über Unregelmäßigkeiten in den Wahlkommissionen. In mehreren Fällen sollen Stimmen eines Kandidaten fälschlich dem anderen zugeordnet worden sein. Bis Freitag, den 13. Juni 2025, muss das Nationale Wahlbüro der Staatlichen Wahlkommission eine Analyse vorlegen. Diese soll jene Wahlkreise benennen, in denen die Ergebnisse möglicherweise falsch übermittelt oder vertauscht wurden. Auf dieser Grundlage erstellt die Wahlkommission einen Bericht für den Obersten Gerichtshof. Dieser prüft die Wahlproteste und entscheidet abschließend über die Gültigkeit der Präsidentschaftswahl.
Am vergangenen Samstagabend, dem 7. Juni 2025, fand auf der Weichsel ein farbenprächtiges Spektakel statt. Es war Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen des polnischen Königreichs, organisiert von der Woiwodschaft Kleinpolen und der Stadt Krakau. Auf der Wasserbühne waren unter anderem monumentale Drachen, eine schwimmende Königskrone, Tänzer*innen, Trommler*innen, Chöre und eine Operndiva zu sehen. Am Sonntag, dem 8. Juni 2025, zog eine große Drachenparade durch die Innenstadt. Im Rahmen der Parade wurde ein Wettbewerb um den schönsten Drachen ausgetragen, der von Kindern und Jugendlichen aus ganz Polen gestaltet wurde. Gewonnen hat eine Figur mit einer ökologischen Botschaft, die auf den Kampf gegen den Smog in Krakau aufmerksam macht. Die Entstehung des Drachen dauerte rund anderthalb Monate, etwa 100 Kinder waren an der Gestaltung beteiligt.
Der Studierendenwettbewerb für ein Plakat, das eine Gestaltungsidee für den Eingang der künftigen U-Bahn-Station "Hauptbahnhof" in Krakau zeigen sollte, ist abgeschlossen. Insgesamt wurden fast 100 Arbeiten eingereicht, mit Vorschlägen, wie das äußere Erscheinungsbild der Station im Zentrum Krakaus künftig aussehen könnte. Die Jury wählte die drei besten Entwürfe aus und vergab zusätzlich zwei Sonderpreise. Die Plakate stammen von Studierenden der Technischen Universität Krakau und wurden von einer Jury bewertet, die sich aus Vertreter*innen der Stadtverwaltung und der TU Krakau zusammensetzte. Ein weiterer Preis wird durch die Krakauer Bevölkerung vergeben. Die Bürger*innen können auf dem offiziellen Facebook-Profil der Stadt für eines der 23 nominierten Werke abstimmen, das den Publikumspreis erhalten soll.
Eine im April 2025 vom Technischen Institut der Luftwaffe am Flughafen Krakau-Balice durchgeführte Studie zeigt, dass zur Anhebung der ILS-Kategorie des Flughafens entweder der Bau einer neuen Start- und Landebahn oder die umfassende Sanierung der bestehenden notwendig ist. Der Flughafen ist derzeit mit einem Instrumentenlandesystem (ILS) der Kategorie I ausgestattet, einem Funknavigationssystem, das Landungen bei eingeschränkter Sicht unterstützt. Dieses System erlaubt jedoch nur Anflüge unter bestimmten Mindestbedingungen, etwa bei einer Entscheidungshöhe von mindestens 60 Metern und einer Sichtweite von mindestens 800 Metern oder einem Sichtbereich auf der Landebahn von mindestens 550 Metern. Für den Krakauer Flughafen, der in der aktuellen ACI-Europe-Rangliste als der am schnellsten wachsende Großflughafen Europas geführt wird, kann das eine Einschränkung sein. Krakau ist der zweitgrößte Flughafen Polens nach Passagier*innenzahlen und der größte regionale Flughafen des Landes. Im vergangenen Jahr wurden fast 11,1 Millionen Reisende abgefertigt. Für das laufende Jahr wird mit rund 13 Millionen gerechnet. Der aktuelle Sommerflugplan umfasst 160 Verbindungen in 114 Städte in 35 Ländern, angeboten von 28 Fluggesellschaften.
Die Krakauer Verkehrsbetriebe (MPK) haben am 8. Juni 2025 einen Vertrag über die Lieferung von zehn Wasserstoffbussen unterzeichnet. Es handelt sich um die ersten Fahrzeuge mit dieser Antriebsart, die von den Krakauer Verkehrsbetrieben gekauft wurden. Der Preis pro Bus liegt bei über 680.630 Euro. Die NesoBus-Wasserstoffbusse, hergestellt im polnischen Świdnik, werden zwölf Meter lang sein. Sie sind niederflurig, klimatisiert, barrierefrei und für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Jeder Bus bietet Platz für 88 Fahrgäst*innen, davon 29 auf Sitzplätzen. Dem Kauf gingen rund dreijährige Tests voraus. In diesem Zeitraum wurden Wasserstoffbusse von fünf Hersteller*innen getestet: Solaris, Mercedes, ArthurBus, Autosan und NesoBus. Die MPK planen die Anschaffung von bis zu 150 Wasserstoffbussen sowie den Bau eines Betriebshofs mit der dafür erforderlichen Infrastruktur zur Wartung dieser Fahrzeuge.
Die polnischen Wähler*innen haben Karol Nawrocki (parteilos) zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der von der größten Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) unterstützte Kandidat gewann die Stichwahl am 1. Juni 2025 mit 50,89 Prozent der Stimmen. Der amtierende Bürgermeister von Warschau, Rafał Trzaskowski (PO – Bürgerplattform), erreichte 49,11 Prozent – ein Unterschied von knapp 370.000 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag mit 71,63 Prozent auf Rekordniveau. Die Angelobung des neuen Staatspräsidenten ist für den 6. August 2025 geplant.